Updäten: updaten; upgedätet oder wie man eine Sprache entartet

      Wohin Europa?

      Es freut mich, diese Meinungen zu hören, und ich sage: nur weiter so! Liest mal das letzte kleine Kapital von Arnold Koestler's "Als Zeuge der Zeit" um zu sehen wie wir alle in dieser Hinsicht gleich sind. Jetzt sind wir beim eigentlichen Thema, das ich anschneiden wollte: der verständliche aber nichtdestoweniger bedenkliche deutsche Schuldkomplex, der , tiefeingewürzelt, auch in der Sprache sich spiegelt. Auf sein Deutschsein hat man nicht stolz zu sein, wie alle anderen Völker, sondern eher sich schämen. Das ist historisch verständlich, aber es ist höchste Zeit, und für das Wohl Europas, sich davon zu befreiern. Ihr werdet denken "für den Australier, den er ist, ist das leicht gesagt"! Gewiss! aber wenn Ihr nicht ein bisschen mehr Zivilmut aufbringt, wird nicht nur Ihre Kultur und Umwelt sondern auch die vom ganzen Europa nicht lange bestehen. Ich habe es schon gesagt: das trojanische Pferd des Multikulturalismus gedeiht, von manchen befürwortet aber von vielen auch abgelehnt - nur nicht in Deutschland! Hier zu Lande ist man kleinlaut (denk an unsere Geschichte!), und man lässt stillschweigend alles über sich gehen. Eine Moschee dem Kölnerdom gegenüber bauen? Bittesehr, warum nicht, sie sollen auch ihre Gotteshäuser haben! Dazu stelle ich aber folgende Fragen: Ist der Islam eine Religion wie alle andere? Baut man eine Kirche in einem arabischen Land, muss sie unbedingt die Architektur der Gotik respektieren? Muss eine Moschee die arabiische Architektur beibehaten, oder soll sie sich besser an ihre Umgebung anpassen? Und letzte Frage: Ist die europäische Kultur eine greco-christliche Kultur, und wenn ja, wollen wir dass sie es bleibt?

      Kookaburra, Australier, deutsche Frau, viele Jahre als Englishlehrer in Deutschland (München, Frankfurt, Berlin), der Schweiz, Frankreich, der Türkei.
      Also ich verstehe einfach nicht warum ich auf etwas stolz sein soll oder aber auch mich für etwas mitschuldig fühlen soll wass ich selbst nicht mit verschuldet habe oder durch die Gnade der späten eburt nicht einmal hätte versuchen verhindern zu können.
      Ich habe nicht dazu beigetragen daß ich in diesem Land geboren wurde, dafür kann ich zwar dankbar sein oder mich darüber ärgern aber Stolz oder Schuldgefühl, ich verstehe einfach nicht warum.
      Ich bin eher der meinung daß die Angehörigen anderer Nationalitäten die das anders sehen und praktizieren da einen Fehler machen.
      tschüs

      chriwi


      KathreinUFS922
      KathreinUFS910
      DM500
      PVR-PC

      1. Schüssel 9.0E, 13.0E, Astra19.2E, 23.5E, 28.2E
      2. Schüssel Rotor (43°W-42°E)

      Mich interessiert nicht wozu etwas entwickelt wurde, sondern was damit möglich ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „chriwi“ ()

      klasse thema ! all die aussagen bisher beweisen das wir deutschen noch immer beherrscht werden wollen anstatt selbst zu herrschen. wir sind auch noch immer anfällig für eine diktatur. dies zeigt der noch immer sehr hohe anteil an rechts- bzw linksradikalen mitbürgern. die momentane wirtschaftskrise beweist unsere enorme abhängigkeit von anderen ländern. den grund hierfür müssen wir in der vergangenheit suchen. statt die binnenkonjunktur zu stärken wurde zu sehr auf den export gesetzt. die löhne im land selbst konnten niedrig gehalten werden, der bürger konnte wenig konsumieren. die industrie konnte dennoch enorme gewinne durch den export einfahren. dieser fatale fehler ist meiner meinung nach der hauptgrund für die momentane wirtschaftliche krise. ich selbst habe keine krise, ganz im gegenteil es geht mir finanziell plötzlich viel besser. am beispiel von opel sieht man auch wie dumm unsere wirtschaft sein kann. keine patente - keine perspektive.
      was mich in der politik schon sehr lange stört ist z.b. ein zentralrat der juden in deutschland. gibt es einen zentralrat der deutschen in israel ? ich bin der meinung die deutschen haben sich in der heutigen zeit rein gar nichts vorzuwerfen, der holocaust ist 70 jahre her. israel sollte doch erstmal sehen wieviel dreck sie selbst am stecken haben, im endeffekt haben sie in den letzten jahrzehnten mehr kriege geführt als deutschland in 300 jahren. von mir persönlich hätten die noch nichtmal eine entschuldigung verdient, wenn man sieht wie sie selbst ihre kriege führen.
      zur englischen sprache kann ich nur sagen das ich sie sinnvoll finde wenn ich mit menschen anderer nationen einfach nur kommunizieren will. sie bietet mehrere vorteile:
      - sie ist leicht zu erlernen
      - man kommt bereits mit sehr wenig wortschatz sehr weit
      - kurzum, sie ist primitiv
      aus diesem grund werden von uns deutschen sehr viele begriffe aus dem englischen übernommen. warum sollte man komplexe begriffe umständlich eindeutschen, wenn sie selbst dann keiner versteht ? da kann man sie auch gleich übernehmen. sicher geht hierdurch die sprachkultur verloren, doch das ist der preis für bequemlichkeit. ich bin darüber hinaus der meinung das die begriffe "bequemlichkeit" und "angst" in der heutigen zeit die größte rolle spielen und der ursprung allen übels sind.
      politik beispielsweise setzt auf angst, nur so werden gesetze gemacht. der bürger hingegen setzt auf bequemlichkeit und tut nicht mehr als er muß, er kriegt ja schließlich auch nicht das geld das er seiner meinung nach verdienen müsste. so kommt es immer wieder zu pfusch und so kommen auch derartig üble elektronikgeräte wie die kathrein zu stande. die entwickler sind auch nur menschen und arbeiten nicht mehr als sie müssen, so dauert es ewig bis ein gerät mal einigermaßen fehlerfrei läuft. aufgrund dieser bequemlichkeit wird die endkontrolle der geräte auf den ebenso bequemen kunden abgewälzt. der kunde beschwert sich, kauft das gerät aber trotzdem. alte werte wie erfindergeist und eifer existieren womöglich überhaupt nicht mehr, den begriff "deutsche wertarbeit" reden wir uns selbst gern ein, um ein fünkchen stolz zu behalten. reell betrachtet sind unsere geräte keinen deut besser als billiger asiatischer pfusch. die ausfall- und fehlerrate ist nahezu gleich. warum sollte das bei uns auch besser sein, wenn unser bildungssystem derart träge und mittellos da steht. den leuten wird beigebracht wie sie einen taschenrechner bedienen obwohl sie später ohnehin mit fertigen softwarelösungen arbeiten. das ist unnützer sinnloser ballast, der mehr frust als lust schafft. würden beispielsweise die firmen ihre softwarelösungen den schulen kostenlos zur verfügung stellen, wäre sichergestellt das später auch menschen damit arbeiten könnten und sich firmen teure schulungen sparen könnten. in unserer digitalen welt geht eins mehr und mehr verloren: der spaß an dem was man tut. vor 20 jahren noch hat man wild an sachen rumgeschraubt, rumgelötet und hatte sofort ergebnisse. entweder wars danach schlechter (dann hat man halt was falsch gemacht) oder es hat sich was verbessert. heute weiß man überhaupt nichts bevor nicht der erste prototyp aus fernost geliefert wurde, den man gelangweilt am rechner vorsimuliert hat. ich kann kookaburra sehr gut verstehen wenn er dem guten alten analog receiver gutgesinnt ist. der besitzt, mal vom senderspeicher und der steuerung abgesehen gnadenlos analogtechnik und die funktioniert auch heute noch tadellos. leider ist die analogtechnik teurer und ineffizient und genau deswegen wurde sie durch digitale verbreitung abgelöst. es war also keine technische, sondern eine wirtschaftliche vorgabe. leider ging damit auch ein großes maß an spaß verloren und ich denke das schafft auch eine menge frust. trotzdem sollte man sich fragen was man wirklich braucht. heutzutage hat jeder (außer ich) ein mobiltelefon. die folge: man ist immer erreichbar, kann ständig kurznachrichten beantworten und macht sich so selbst zur geißel der technik. damals hat man die telefonzelle benutzt wenns mal was dringendes gab. das war aber nicht so bequem wie das heute der fall ist. da telefonieren ohnehin billig ist kommt mein nachbar nun auch nicht mehr persönlich rüber, sondern ruft mich lieber an. in den firmen schreibt man lieber lotus notes als mal rüber zum kollegen zu gehen und sich vielleicht auch ein bischen auszutauschen. das alles sind kleine beispiele wie unsere bequemlichkeit gefördert wird und unser soziales bewusstsein dahinschwindet. ich glaube damit geht auch ein stück lebensgefühl und spaß verloren, man wird egoistischer und stumpft ab.
      ich denke manchmal ist ein bischen analog nicht verkehrt :)
      in diesem sinne....

      Weder stolz noch verschämt

      Klasse Beitrag! Auch wenn die revolutionäre Rechtschreibung das Lesen nicht erleichtert, aber sie ist bestimmt bequem! Im Ubrigen bin ich im grossen und ganzen einverstanden, abgesehen von der Beurteilung der englischen Sprache, wobei nur die zweite Behauptung richtig ist. Aber da ist so viel drin, eine Antwort würde ein Buch füllen. Ich greife also die bemerkung von Chriwi auf, der sich weder stolz noch verschämt fühlt. Das ist sicher richtig, aber gleichgültig der Heimat gegenüber ist man selten. Man ist davon unauslösbar geprägt, ob man es will oder nicht. Mancher verleugnen es: "Bin Europäer eher als Deutscher" sagen sie. Das ist schön und gut, ist aber nur Idealismus. "Der Tiger kann seine Fellstreifen nicht ändern" schreibt Rudyard Kipling, und meint dabei die Einprägung der Jugend, die auch nicht verleugnet werden kann. Heimat ist die Muttersprache, und die Werte die in ihr und mit ihr mitgeteilt wurden. Werte, die wir universal glaubten - aber sie sind es nicht. Sie werden von Emigrantenkulturen in Frage gestellt und teilweise abgelehnt, dabei oft von den Medien und den Politikern unterstützt. Im Name der Toleranz, heisst es, sollen wir für entgegengesetzte Werte Verständnis haben, und nicht so engstirnig sein, vom Einwander zu verlangen, dass er sich an unsere Werte anpasst.
      ich wollte mit dem beitrag ja auch keinen linguistik preis gewinnen. ;)
      in bezug auf die englische sprache meinte ich an sich die praktische einsatzmöglichkeit. englisch ist keine einfache sprache, der wortschatz ist um ein vielfaches höher als der deutsche und die mehrdeutigkeit der wörter ebenso. grammatikalisch ist sie definitiv einfacher als manch andere sprache. gut, ich bin kein linguist, sondern techniker, von daher dürfte ich mit meinem gefährlichen halbwissen eigentlich überhaupt nicht mitreden aber ich denke jeder hat seine eigene meinung und die kann man in einem forum mitteilen. ob nun satzbau , groß/kleinschreibung oder kommasetzung immer korrekt sind ist doch hierbei zweitrangig. was den nationalstolz angeht muß ich sagen das ich in erster linie unterfranke bin, dann kommt lange nichts, dann deutscher und ganz entfernt bin ich sogar europäer. auch sprachlich spreche ich überall dialekt, worauf ich auch stolz bin, denn wir haben hier wenigstens einen. wenn den keiner versteht, lasse ich mich auf hochdeutsch herab. reise ich ins ausland benutze ich zumeist englisch, das ist dann der kompromiss, den ich persönlich anbieten kann. hilft das nichts versuche ich mein glück in spanisch, hilft das auch nichts, dann italienisch. wenn alles daneben geht bleibt mir noch gestik und mimik oder die universelle sprache der liebe. :)
      thema einwanderer/zuwanderer: wenn ich ein anderes land bereise oder mich für längere zeit dort niederlasse erwarte ich von den einheimischen nicht mehr als ein einwanderer von mir erwartet. meine wurzeln sind unterfranken. ich lebe meine bräuche auch im ausland, versuche aber die einheimischen daran teilhaben zu lassen. ich erkläre ihnen worums dabei geht und ich denke dann geht das auch in ordnung, denn meist spielen ja alkoholische getränke dabei immer eine rolle und die waren ja noch nie hinderlich wenn es um gesellschaftliche zusammenkünfte geht. ;) ich spreche hierbei vom westlichen ausland. im arabischen raum muß man da schon gewaltig aufpassen, aber da würde ich mich auch nur mit meiner schwester hintrauen, denn die studiert arabistik. ich verlange von keinem zuwanderer sich unserer kultur anzupassen, aber auf dauer sollte er in der lage sein, die deutsche sprache zu sprechen, denn ich kann nunmal kein russisch.
      für mich persönlich ist die gegenseitige Toleranz von Werten lebensnotwendig, da ich in einer Kulturellen Mischehe lebe und meine Frau nun nicht die deutsche Kultur und die deutschen Werte geheiratet hat sondern mich und wenn es nach ihr ginge dann würden wir nihct in Deutschland bleiben, was ich dann aber aufgrund der Bequemlichkeit und der Sicherheit wieder vorziehe.
      tschüs

      chriwi


      KathreinUFS922
      KathreinUFS910
      DM500
      PVR-PC

      1. Schüssel 9.0E, 13.0E, Astra19.2E, 23.5E, 28.2E
      2. Schüssel Rotor (43°W-42°E)

      Mich interessiert nicht wozu etwas entwickelt wurde, sondern was damit möglich ist.
      Kann mir jemand bitte erklären warum updates nötig sind? Wohnhaft in Südfrankreich, bei mir ist alles noch analog, aber ich möchte den Schritt zum Digital machen. Nun stelle ich hier in den Diskussionen fest, dass dieser Schritt waghalsig erscheint: aus der friedlichen Welt des Analogfernsehens in die digital Hölle. Seit Jahren habe ich die ganzen deutschen Programe auf Astra. Habe nie einen Update gemacht, habe nie überhaupt etwas geändert seit der ersten Einstellung. Warum zum Kuckkuck macht man Updates,


      Bei allen bisherigen (überaus interessanten) Beiträgen ist leider die ursprüngliche Fragestellung ein wenig abhanden gekommen... Meinen letzten Informationen zufolge kostete ein Analogtransponder auf dem Astra 15.000.000 Taler Jahresmiete - für ein einziges TVprogramm. Durch die Digitalisierung (und damit möglicher Datenkompression) reduziert sich dieser Posten etwa um den Faktor 5 bis 10 (je nach Qualitätsanspruch der Sender) bzw. das Pferd von hinten aufgezäumt: 5 bis 10 mal soviele Programme für das gleiche Geld. Ob die vielen Programme was taugen will ich nicht erörtern, aber für die einzelnen Sender ist die Digitalisierung ebenso wie für die Satellitenbetreiber schlichtweg ein wirtschaftlicher Aspekt.
      wier prauchen keine Leerer, wier sint schon sälber schlau genuch
      Gute Frage: Warum macht man Updates?

      Ich will mal so antworten: Update bedeutet übersetzt so was wie "Verbesserung". Es ist dazu da, um Fehler auszubessern als auch neue Funktionen zu ergänzen. Nun setzt dies aber mehr oder weniger intelligente Hardware voraus, die eigens etwas macht - also aktiv fungiert.

      Banal umgesetzt:
      Analoge Mimik ist "dumm" und kann nicht mehr, als bei der Entwicklung implementierte Funktionen vorgesehen wurden.
      Digitale Komponenten sind in begrenztem Maße erweiterbar (Flash-ROM) und somit "updatebar". :rolleyes
      Receiver:
      2 x Kathrein UFS 821 Rev. 1, Firmware: v1.07, Applikationen: ja
      1 x Kathrein UFS 913, BPanther Neutrino
      1 x Golden Media UniBox 9060 class
      Sat:
      CAS 09 + 2 x UAS 484 + EXR 908, Astra 19° + Hotbird 13°
      TV:
      LG 42LE8500 LED