Vom UFS-925 verschlüsselte Festplatte wieder zurücksetzen und anderweitig nutzen

      Vom UFS-925 verschlüsselte Festplatte wieder zurücksetzen und anderweitig nutzen

      Hallo zusammen,
      nachdem mir die Nachwirkungen des Festplattentausches bei unserem UFS-925 einiges an Kopfzerbrechen beschert hat, wollte ich meine gesammelten Erkenntnisse gerne teilen.

      Vorgeschichte:
      Es ging damit los, dass Aufnahmen und Timeshift-TV nicht mehr richtig funktionierten. Das Bild stockte, ruckelte und hatte Aussetzer. Im Live-TV Betrieb war alles gut. Die Vermutung lag nahe, dass die verbaute Original 500GB Festplatte des Receivers einen Schaden hatte.
      Also dachte ich mir, baue ich eben eine meiner gebrauchten WD Festplatten ein. Eine als PC-Festplatte bislang gut funktionierende WD 1TB WDEADS hatte ich griffbereit. Mittels des Linux Tools "gparted" habe ich zuerst alle Partitionen gelöscht und die Platte danach in UFS-925 eingebaut. Leider tat sich nach dem Einschalten des UFS-925 nichts. Auf dem Display stand minutenlang "KATHREIN" - am TV erschien kein Bild. Also gut, diese Platte mochte er anscheinend nicht. Platte wieder ausgebaut.
      Neuer Versuch mit einer gebrauchten WD 500GB Festplatte. Diesmal zuerst mittels des WD-Tools "Data Lifeguard" die Funktion "Erase" ausgeführt, das sämtliche Sektoren der Platte mit Nullen überschreibt. Sollte einem Low-Level-Format entsprechen. Ich gehe davon aus, dass damit quasi der Lieferzustand wiederhergestellt war. Die Platte wieder eingebaut und tadaa, diesmal wurde sie auf Anhieb erkannt un eingerichtet.
      Das Problem mit dem Bild-stocken und Ruckeln war verschwunden - Problem also erstmal gelöst. Der UFS-925 läuft wieder 1a.

      Nun zum eigentlichen Thema des Threads:
      Mich machte stutzig, dass die wieder ausgebaute 1TB Festplatte nun am Rechner gar nicht mehr ansprechbar war. Sie wurde zwar erkannt, jegliche Partitionierungsversuche schlugen jedoch fehl. An einen Linux Recher angeschlossen, wurden bei Zugriffsversuchen plötzlich die wildesten Fehlermeldungen ausgegeben. Erst nach einiger Zeit der Fehlersuche bin ich zufällig darauf gekommen was eigentlich gesehen ist, und was hier auch im Forum kaum erwähnt wird: Der UFS-925 setzt auf jeder angeschlossenen Festplatte ein ATA Passwort [1]. Leider weist keines der üblichen Partitionierungstools unter Linux / Windows auf diesen Umstand einfach so hin. Die Festplatte erscheint dem Anwender einfach als defekt. Lediglich das Linuxtool "hdparm -I" gab mir den entscheidenden Tipp.

      Eine solche vermeintlich defekte - eigentlich aber nur passworgeschützte - Festplatte muss man aber nicht wegwerfen!
      Es gibt Anleitungen des Passwortschutz wieder zu entfernen und die Platte wieder außerhalb des Receivers nutzbar zu machen. Unter [2] ist eine solches Tutorial als Video zu finden. Es wird beschrieben, wie mittels des Tools ATAPWD auf der Ultimate Boot CD [3] und "Zong Unlock" [4] das Passwort der Festplatte gelöscht werden kann.
      Die "defekte" WD 1TB WDEADS konnte ich damit wieder nutzbar machen. Auch die von Kathrein werkseitig verbaute Festplatte kann mit dieser Prozedur vom Passwort befreit werden.

      Ich weise darauf hin, dass das Entfernen des Passwortes in der ATA Spezifikation vorgesehen ist, und somit eigentlich kein "Hack" ist. Auch ist unbedingt zu beachten, dass mit dem Ausführen dieser Prozedur alle Daten der Festplatte vermutlich gelöscht werden. Die Prozedur eignet sich also nur dazu, die Festplatte wieder zurückzusetzen und überhaupt ansprechbar zu machen, aber nicht dazu, um an die geschützten Daten auf der Festplatte zu kommen.

      [1] thomas-krenn.com/de/wiki/ATA_Security_Feature_Set
      [2]
      [3] ultimatebootcd.com/
      [4]https://forums.mydigitallife.net/threads/hdd-password-unlock-success-with-zu-exe-zong-unlock.44008/page-2

      Gruß
      TheNBP