DVB-T Antenne BZD 40 möglicherweise defekt?

      DVB-T Antenne BZD 40 möglicherweise defekt?

      Guten Abend allerseits,

      ich hoffe ich bin mit meinem Thema hier richtig, falls nicht, bitte ich die Moderation höflichst um Korrektur :)

      Ich selbst bin ja SAT-Verfechter, nur meine Eltern wollten bei DVB-T bleiben, das tut aber jetzt nichts zur Sache. Es wurde bekanntlich umgestellt auf DVB-T 2 und ein neuer Receiver musste demnach her. Da es nur noch von Technisat "ausgewachsene" Receiver gibt, wurde es eben kein Kathi sondern ein Digicorder ISIO Combo Receiver mit Triple Tuner. Weil wir uns auch entschieden haben die betagte no Name Zimmerantenne in der Hoffnung auf stabileren Empfang zu ersetzen, kam Aufgrund der vielen positiven Rezensionen logischerweise die Kathrein DZB 40 in Frage, gedacht für Außenmontage. Nun aber die Problematik, bzw. das Phänomen:

      Der Empfang ist längst nicht so gut und stabil wie erwartet, obwohl es sich nicht um ein schwieriges Empfangsgebiet handelt.

      Der Antennenpegel wird mit rund 50dB angezeigt, vorher mit der "no name" waren es bis zu 80 dB. Sehr seltsam finde ich, dass es keinen Unterschied macht, ob ich die 5V Fernspeisespannung am Receiver ein oder ausschalte. Die 5V liegen allerdings korrekt an, mit Multimeter gemessen.

      Es wurden auch Versuche unternommen mit verschiedenen Standorten. Das merkwürdige ist, es macht kaum einen Unterschied ob man die Antenne innen oder außen betreibt, im Prinzip mit freier "Sicht" zum Sender, d.h. in unmittelbarer Nähe keine Gebäude, auch keine hohen, nur Einfamilienhäuser.

      Mein letzer Versuch gestern war, die Antenne im Garten an einem etwa 3 Meter hohen Mast in der Aufnahme für die Wäschespinne anzubringen, alles mit "freier Sicht" in Senderrichtung (Dillberg), der nur etwa 6km Luftlinie entfernt ist.

      Ein anderes Kabel als das beiliegende habe ich bis jetzt nicht probiert, da ich erst den optimalen Standort bestimmen möchte, bevor ich ein hochwertiges Kabel konfektioniere. Erfahrung bei der Montage von Koax-Steckern ist vorhanden, Kurzschluss zwischen Innenleiter und Schirmung ausgeschlossen. (Ich verwende normalerweise LCD 95 bzw. 111 mit Cabelcon Quickmount Kompressionssteckern) Antennendose ist auch nicht dazwischen, also direkte Verbindung ohne Unterbrechung.

      Hat da jemand eine Idee? Ist die Antenne möglicherweise defekt oder ist das normal? Der VK hat mir prompt ein Rücksendeformular zugesendet, mag aber nicht so recht an einen Defekt glauben und möchte erst etwas recherchieren. Receiver hat die aktuellstse Software, die 5 Volt liegen an der Antennenbuchse an. Würde mich über etwas Input freuen.

      Gruß Dietmar
      Danke erstmal. Heisst das, dass das auch die Ursache dafür sein kann, dass es keinen Unterschied macht ob Fernspeisung aktiviert oder deaktiviert?
      Mit der alten "na name" Antenne konnte man jedenfalls mit deaktiviertem bzw. zurückgeregelten Verstärker gar nichts mehr empfangen.

      Gibt es da vielleicht einen Tip mit was für einer Antenne ich es mal versuchen sollte? Es ist im allerdings so, dass beim Empfang IM Haus das Wohnzimmer auf der "falschen" Seite ist, d.h. nicht Richtung Sender, sondern quasi Flur und Küche bzw. die Garage "im Weg" ist. Stört das bei DVB-T überhaupt, oder ist das eher unkritisch?
      Ein Verstärker der nicht mit Strom versorgt wird ist ein sehr großes Dämpfungsglied. Im Normalfall kommt da dann nichts mehr durch. Drum empfängst du mit der alten Antenne dann nichts mehr. Warum das bei der Kathrein Antenne dann dennoch geht könnte konstruktionsbedingt sein. Es könnte eine Art Bypass geben so daß das Teil dennoch geht. Aber damit habe ich mich nicht beschäftigt. Hier ist DVB-T absolut kein Thema, da nur 8 Programme übertragen werden und die Abdeckung nicht ansatzweise die Insel erreicht. Aus diesem Grund kann ich dir auch nicht wirklich eine Empfehlung für eine gute passive Antenne geben. Ich verwende diese hier ebay.de/itm/Passive-DVB-T-indo…82b189:g:C7oAAOSwDmBY475K unter Dach. Habe direkte Sichtverbindung zum 13km entfernten Sender.
      Zu deiner Frage nach Empfangssituationen im Haus kann man aus der Ferne absolut keine Aussagen treffen. Zum einen handelt es sich bei DVB-T um ein Funknetz wo es sehr viele Störgrößen gibt und teils Ortsveränderungen der Antenne um wenige cm schon wieder ein anderen Empfang bedeuten. Dann ist es so, daß eben gerade bei einem Funknetz die von dir beschriebene Empfangssituation die denkbar ungünstigste ist. der Sender arbeitet mit 50kW, was bei 6km Entfernung schon zu deutlichen Reflektionen führt. So können diese den Empfang auslöschen oder im Gegenzug auch auf der vom Sender Abgewandten Hausseite durch Häuser/Objekte gegenüber ermöglicht werden. Der DVB-T/T2 Standard ist hierfür ausgelegt und kann dieses ausgleichen. Hier hilft nur ausprobieren. Ich an deiner Stelle würde überlegen, ob es möglich ist die Antenne mit Sichtkontakt zum Sender zu stellen/montieren und dann ein Kabel zum TV zu verlegen. Ist auf jeden Fall die beste und störsichere Lösung.