K LAN für Verteilung des Kabel-Stammsignals verwenden

      K LAN für Verteilung des Kabel-Stammsignals verwenden

      Hallo,
      ich bin neu im Forum und habe zu meinem Vorhaben noch nicht die richtigen Antworten gefunden.
      Ich möchte mein vorhandenes Koaxnetz, was zur Verteilung von Satsignalen dient, über K LAN auch zur Weiterleitung des Kabelanschlusssignales nutzen. D. h., das vom Kabelnetz kommende Signal (also nicht das IP-Signal) zum Kabelmodem (TC 7200.20) mit der K LAN-Technik ein und auskoppeln. Der Grund ist, das Das Kabelsignal vom Anbieter im "falschen" Raum ankommt.
      Geht das, gibt es Erfahrungen und Hinweise?
      Hallo,
      Deine Frage lässt eine Fragen offen...

      Du möchtest das "Kabelanschlusssignal" in Deiner Sat-Anlage über K-LAN verteilen, jedoch nicht das vom Kabelnetz kommende "IP-Signal" ?

      Das macht so keinen Sinn. Nennen wir die Signale bei anderen Namen: Aus dem Kabelnetz bekommst Du das "Kabelfernsehsignal" also analoges PAL-Fernsehen und digigales DVB-C-Fernsehen. Neben diesem "Kabelfernsehsignal" bekommst Du je nach Tarif vielleicht auch noch "Kabelinternet" mit dem Du im Internet surfen und telefonieren kannst.

      Das "Kabelfernsehsignal" kannst Du in jede Sat-Anlage einspeisen. Das "Kabelfernsehsignal" fängt beim Radio mit 88 MHz an und geht hoch bis 860 MHz. Somit kann es am Terrestrischen Anschluss jedes Multischalters eingespeist werden. Du kannst dann Radio und Fernsehen aus dem Kabelnetz empfangen und zusätzlich natürlich das Sat-Signal.

      Das "Kabelinternetsignal" kann man in der Regel nicht so ohne weiteres einspeisen. Die Rückwärtsrichtung (Kabelmodem > Internet) liegt im Bereich 5-65 MHz und die Downloadrichtung (Internet > Kabelmodem) liegt irgendwo von 108 - 860 MHz. Viele Multischalter haben einen Terrestrikverstärker der nur die Downrichtung verstärkt. Die Rückrichtung wird gesperrt und man hat keine Verbindung. Außerdem sind die Pegel sehr empfindlich, man kann da nicht einfach eine Sat-Anlage "reinschleifen".

      Das Gleichzeitige Nutzen von K-LAN (5-67 MHz) und Kabelinternetsigal (5-65 MHz) geht nicht, weil sich die Signale gegenseitig stören. Im schlimmsten Fall kommt Dein Kabelnetzbetreiber vorbei und schaltet Dich ab (Übergabepunkt verblombt) oder reißt Deine Technik raus. Die sind da kurz angebunden wenn man ihre Signale stört => dann bekommen die in der Zentrale lauter Fehlermeldungen.

      Was geht, ist das Anschließen des Kabelmodems über ein Netzwerkkabel (Ethernet) an die Netzwerkbuchse des EXI-Multischalters. Dadurch wird dann in der Sat-Anlage das K-LAN-Signal zum Internetsurfen verteilt und kann mit einem EXI-Modem an jedem Sat-Anschluss verwendet werden.
      Das Netzwerkkabel bildet dann die Trennung zwischen Kabelnetz und Sat-Anlage.
      Ausgang1.pdf
      Hallo HDTV
      Ich habe mich wohl unglücklich ausgedrückt, deshalb setze ich noch einmal an. Im Anhang ist mein Anliegen auch noch skizziert.
      Ich bekomme vom Kabelanbieter Telefon und Internet ohne TV.
      Das Signal ist auf eine Mediendose gelegt und dort ist das Modem angeschlossen.
      Da sich der Kabelanschluss und das Modem im "falschen" Raum (1) befinden, will ich das so ändern, dass ich das Modem im Raum 4 anschließen kann.
      Ich hatte nun gelesen, dass man ein vorhandenes SAT-Koaxnetz dafür nutzen könnte. Man soll also das Kabelsignal mit entsprechenden Komponenten über ein Koaxnetz ein und auskoppeln können. Ob nun k lan oder andere Komponenten (auch von Kathrein oder coaxlan) ist eben meine Frage.
      Das das Koppelsystem rückkanalfähig sein und es über Mediendosen (können, da vorhanden ausgetauscht werden) gehen muss, ist mir klar.
      Hallo,
      danke für die Zeichnung.
      Das einfachste und sicherste (bei einer Mietwohnung auch "rückstandslos rückbaubare") ist in der Tat ein K-LAN, Coaxlan oder auch Powerline zu verwenden.
      Das Kabelmodem muss an der Multimediadose bleiben - darauf hat es der Betreiber eingepegelt.
      Über die Netzwerkschnittstelle gehst Du zu dem neuen Koax- oder Powerlinemodem. Von dort geht das Signal über die Sat-Leitung (Koax) oder Stromleitung in den Raum 4. Dort kommt entweder das K-LAN-Modem Nr. 2 oder eben das zweite Powerline-Modem hin.
      Koax hat grundsätzlich den Vorteil, dass die Verbindung hier absolut stabil läuft. Bei Powerline ist das nicht immer der Fall (kommt auf das Haus und die Stromverbraucher an).
      Ob das Koaxsignal (Daten) über die Anschlüsse des LNB rüber kommt, müsste getestet werden. Laut Zeichnung hängt Raum 1 am gleichen KAbel wie Raum 4, sollte also klappen.
      Da über Koax brutto 500-700 MBit/s stabil laufen, kannst Du die Geräte später auch noch für andere Installationen verwenden (z.B. nach Umzug) oder weiterverkaufen.
      Das DOCSIS-Signal vom Kabelnetz sollte man nicht ohne Einpegelung in die Sat-Anlage einspeisen. Denn Einpegeln kann das nur der Netzbetreiber...
      Hallo UHDTV,
      ich habe mit einem Techniker von Kathrein gesprochen. Der hat mir vorgeschlagen die Satdose im Raum 1 gegen eine ESM 70 (SAT-Modem-Dose) auszutauschen und die Mediendose bestehen lassen. Damit ist der Ab/Anschluss zum Übergabepunkt ordentlich gewärleistet. Im Raum 4 in das Satkabel eine Mediendose einzuschleifen. Dann eine Verbindung von der Mediendose im Raum 1 zur ESM70 zum Modemanschluss herstellen und dann das Kabelmodem am Medienanschluss im Raum 4 anschließen.
      Ich müsste nur die ESM 70 besorgen.

      Hartmut
      Hallo kathgori,

      hmm, prinzipiell scheint das eine machbare Lösung: Den Modemausgang der Multimediadose mit dem Modemanschluss der neuen ESM 70 Satdose verbinden und dadurch das DOCSIS-Signal in die Sat-Anlage einspeisen.
      Eine Multimediadose in Raum 4 ist hingegen "komisch", denn Durchgangsdosen mit Mulditmedianschluss die Sat-tauglich sind, habe ich nicht gefunden. Bei Kathrein gehen die nur bis 1 GHz :(
      Ein Sat-Empfang (950 - 2000 MHz) ist damit nicht mer möglich.
      Folgender Aufbau könnte aber funktionieren:

      Kabelnetz => Multimediadose => neues Verbindungskabel das im Raum 1 "unter dem Teppich" verlegt wird => ESM 70 Modemanschluss zur Einspeisung in Sat-Leitung => ESD 32 => Modem
      Der zweite Eingang der ESD 32 kann dann von oben mit dem LNB verbunden werden und in Raum 4 weiter Sat-TV empfangen werden (am anderen Anschluss kommt dann nur das Modemsignal an).

      Vorteil:
      Kostengünstige Lösung zur Nutzung des bereits verlegten Kabels.
      Geringe Dämpfung der "Zusatzinstallation" (lediglich ESM 70 Dämpfung und die verschiedenen Kabeldämpfungen)

      Nachteil:
      Das Sat-Signal endet an der ESD 32 in Raum 4. Kein Sat-Signal in den anderen Räumen des Koaxstamms.
      Aufbau muss bei Störungen abgebaut werden und das Modem wieder an der Multimediadose in Raum 1 installiet werden => sonst motzt der Störungstechniker

      P.s.:
      Temporäre Lösung falls selten in Raum 1 Sat empfangen werden soll:
      Modemanschluss der ESM 70 frei machen, beide F-Anschlüsse der ESD 32 miteinander verbinden => nun wird das Sat-Signal bis in Raum 1 weitergeleitet (z.B. für WM-Fussballspiele). Das DOCSIS-Modem ist während dessen dann kurz abgehängt....