Ein kleiner Erfahrungbericht mit dem UFSconnect 906, UFS922 und TechniSat S3 ISIO

      Ein kleiner Erfahrungbericht mit dem UFSconnect 906, UFS922 und TechniSat S3 ISIO

      Das ursprüngliche Lob auf diesen Receiver muss ich wieder zurücknehmen. Mittlerweile stürzt das Gerät fast genauso häufig ab wie der UFS922 nach 4 Jahren.
      Ich bin es satt, als Betatester für ein unausgereiftes Produkt herhalten zu müssen. Und werde keinem mehr Kathrein empfehlen.
      Die Updatepolitik ist nach kurzer Zeit unter aller Sau, es funktionieren nie alle angepriesenen Funktionen und die Geräte laufen nicht stabil.
      Mein Glück versuche ich jetzt trotz zahlreicher anderer negativer Bewertungen bei anderen Herstellern. Bei Kathrein hab ich meine Erfahrungen gemacht und werde das nciht mehr länger unterstützen.

      Ursprünglicher Review:

      Spoiler anzeigen
      Gekauft und zufrieden^^
      Hier mein kurzes Feedback.

      Im Grunde kann er alles besser als der TechniSat, abgesehen von NTFS (hab ich aber auch nicht getestet beim Kathrein).
      UFSconnect und SAT>IP kann ich leider nicht testen, aber auch ohne ist er sein sehr guter Sat Receiver.

      Verarbeitung:

      Beide haben eine schöne Front mit VFD Display, allerdings sieht die bei Kathrein einen Ticken besser aus und weniger nach Klavierlackoptik. Das Gehäuse ist aus Metall, der TS ist aus Plastik

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „coolnik“ ()

      Danke ^^
      Was ich aber noch beim Kathrein vergessen habe und was auch nicht ganz unwichtig ist: Die YouTube App funktioniert momentan noch nicht, aber laut dem Changelog zur FW 2.0 arbeitet Kathrein daran. Schlimmer als bei dem TechniSat kann sie nicht sein, da ich vermute, dass hier wie bisher eine eigene App integriert wird. Beim TS ist es Youtube LeanBack im Browser X(
      Ich möchte deinen Erfahrungsbericht gern um ein paar Punkte ergänzen.
      Im Gegensatz zu dir habe ich zwei UFS connect 906 rein über SAT>IP bei einer Kundschaft in Betrieb genommen und damit eine ganze Weile rum experimentiert. Falls der Text hier jemanden ansatzweise bekannt vorkommt: beim UFS 924 habe ich den Testbericht auch schon mal bekannt gegeben.

      Ich habe bei einer Kundschaft zwei UFS906 am Start, gewzungenermaßen rein über SAT>IP, da aufgrund von Platzmangel in den Leerrohren keine Koaxkabel verlegt werden konnten (oder auf das Netzwerk hätte verzichtet werden müssen). SAT>IP-Server ist der Kathrein EXIP 414.
      Startet man einen der UFS 906, so dauert dies hier evtl. 5 Sekunden länger als bei koaxialer Verbindung. Generell kann ich die Hochlaufzeit von unter 10 Sekunden bestätigen.

      Ich empfehle generell, sowohl dem SAT>IP-Server als auch den Receivern feste IP-Adressen zu verpassen, da sonst neben der Suche nach einem SAT>IP-Server (und deshalb dauert auch die Verbindung so lange) noch die Anforderung einer IP-Adresse von einem dazu befähigten DHCP-Server (sprich FritzBox, Speedport, allgemein Router etc.) dazu kommt. Solange der Receiver versucht, eine Verbindung aufzubauen, erscheint eine entsprechende "Verbindung wird hergestellt" Meldung.

      Von was ich generell abrate, ist die Verbindung per WLAN. Das wurde natürlich auch getestet, habe aber festgestellt, dass es hier öfters mal zu Ruckeln, Aussetzern bis hin zu einem Totalabsturz kam. Stationäre Geräte sollten halt nun mal bevorzugt über eine Kabel-Netzwerkverbindung laufen (das war aber schon immer so, dass Kabelverbindungen besser funktionieren). Bei besagter Kundschaft wurde ein durchgängiges Gigabit Kabelnetzwerk eingebaut. Sollten mehrere SAT>IP-Receiver in Betrieb sein und alle 4 Tuner des EXIP mit HD-Sendern belegen, würde eine 100 MBit-Verkabelung (zumindest vom EXIP 414 zum Switch) ohnehin nicht reichen. Die Receiver generell haben ja nur 100 MBit.

      Sollte einer von euch vorhaben, mehr als einen SAT>IP-fähigen Kathrein-Receiver in sein Netzwerk zu integrieren, dem kann ich nur raten, bei der Inbetriebnahme alle anderen SAT>IP-Receiver abzuschalten. Grund: Warum der zweite UFS 906 bei der Inbetriebnahme das gemacht hat, weiß ich nicht, auf jeden Fall hat er laut der Diagnoseseite bei der SAT>IP-Konfiguration den ersten UFS 906 als SAT>IP-Server verwendet. Geht man nach der an der Rückseite des ersten 906 angebrachten Kontroll-LED bei Datenverkehr, war das auch wirklich so (und eine Kontrolle über getätigte Transfervolumen im Switch hat dies auch bestätigt). Abgewöhnen konnte ich dem Receiver das nur durch eine komplette Neu-Inbetriebnahme, während der erste Receiver ausgeschaltet war.
      Ich habe an den Kathrein-Support eine entsprechende Email mit den detaillierten Problemen mit einer entsprechend logischen Abhilfe-Idee geschrieben (In der SAT>IP Konfiguration sollte generell ein SAT>IP Server fest eingestellt werden können, so dass der Receiver nicht jedes Mal danach suchen muss; sollten mehrere Server in einem Netzwerk betrieben werden, sollte es eine Priorisierungsliste geben, in welcher Reihenfolge die Server an einem freien IP-Tuner angefragt werden sollen; die genannte Funktion sollte deaktivierbar sein, so dass die Verbindungsprozedur so läuft wie momentan integriert). Durch das feste Einstellen eines SAT>IP-Servers sollte sich auch die Verbindungszeit reduzieren lassen.

      Ansonsten muss ich sagen, bin ich wirklich überrascht, das System läuft stabil, die Umschaltzeiten sind gegenüber Koax-Verbindung nur minimal länger, die Receiver finden sich ohne Probleme im Netz, lassen sich per WOL aufwecken und legen sich, wenn sie eine Zeit nicht verwendet werden, wieder schlafen. Auch per UFSConnect haben sich beide Receiver ohne Probleme gefunden, testweise habe ich eine Aufnahme auf einen USB-Stick durchgeführt und konnte diese auch ohne Probleme vom zweiten UFS 906 aus streamen, wie in den Anleitungen von Kathrein beschrieben.

      Eine ganze eigene Nummer war die Installation einer neuen HD+ Karte per SAT>IP. Diese lies sich nicht freischalten (es kam immer die Meldung, das Guthaben der Karte sei aufgebraucht). Das eingesetzte Modul hat der UFS 906 sofort erkannt und initialisiert, nach dem Wechseln auf einen HD+ Sender konnte allerdings nach der Aufforderung, eine entsprechende Karte einzusetzen, diese nicht aktiviert werden. Nach ca. einer Stunde Rumprobieren ist mir der Kragen geplatzt und ich habe den Receiver auf den Dachboden gezerrt und direkt an das LNB angeschlossen, die gleiche Freischalt-Prozedur nochmal vollzogen und siehe da: innerhalb weniger Sekunden war die Karte freigeschaltet. Zurück zu reinem SAT>IP liefen dann auch HD+ Sender problemlos. Nach meinen Erfahrungen mit dem UFS 925 sind bei HD+ die Umschaltzeiten generell etwas länger, so hat mich das auch bei SAT>IP nicht großartig geschockt.

      Im Privathaus habe ich noch zwei 925 stehen, diese werden demnächst durch 924 ersetzt. Generell gefallen mir die 924 und der 906 besser als der 925, man muss hier natürlich berücksichtigen, dass es sich hier um neuere Geräte handelt, generell aber die Entwicklung meines Erachtens endlich dahin führt, wo man schon lange hin hätte sollen.

      coolnik: Im großen und ganzen schließe ich mich deiner Meinung an. Der UFS connect 906 ist ein feines kleines (wirklich kleines) Gerät, das trotz der Tatsache, dass es erst kürzlich den Markt betreten hat, schon sehr gut und stabil läuft. Generell kann ich das Gerät und die SAT>IP Technik nur empfehlen, wenngleich alles noch etwas in den Kinderschuhen steckt, das Potential und die damit geschaffenen Möglichkeiten erweitern Satelliten-Fernsehen aber endlich um die Netzwerkfähigkeit.
      In einem Punkt bin ich leider nicht deiner Meinung: der 906 wird nie einen Receiver mit integriertem Twin-Tuner und Festplatte ersetzen. Auch wenn mit UFSConnect eine Art Tuner-Sharing möglich ist (und wie mein Fehlversuch auch gezeigt hat, funktioniert), ist ein Receiver mit darauf abgestimmter Festplatte und entsprechender Zugriffstechnik, insbesondere für Vielaufnehmer, einem Gerät mit USB-Platte vorzuziehen. Sobald für den UFS924 die SAT>IP-Client-Software zur Verfügung steht (und nach diversen Ankündigungen von Kathrein auf diversen Produktseiten passiert das ja noch irgend wann; auch bei der Kathrein-Hotline hat man mir solches bestätigt), hat dieser Receiver 4 Tuner, wenn Koax und SAT>IP kombiniert eingesetzt werden. Für Vielaufnehmer (leider gehöre ich auch dazu) ist das mit Sicherheit nicht außer Acht zu lassen. Ebenfalls fehlt mir am 906 Bild in Bild, was ich sehr gern für Werbepausen nutze.

      Sollte noch jemand etwas zu SAT>IP wissen wollen, was ich hier jetzt evtl. auf die Schnelle vergessen habe, zu erwähnen (oder vielleicht noch gar nicht getestet habe, das dann aber umgehend nachholen werde), bitte einfach anschreiben.
      Vielen Dank für den Bericht, endlich mal Informationen aus der Praxis!

      Was mich aber noch ganz brennend interessieren würde ist, welche Möglichkeiten der UFS 906 in Verbindung mit zwei Tunern (einen per Koax und einen über SAT-IP, oder auch beide über SAT-IP) bietet. In dem schon erwähnten Beitrag zum 924 wird erwähnt, dass in der Kombination ein Tuner über Koax und einer über SAT-IP zwei gleichzeitige Aufnahemen möglich sind. Geht das auch, wenn beide Tuner über SAT-IP angeschlossen sind? Wenn ja, sind die Aufnahmen dann auch zu gebrauchen? Sollte dem so sein, dann sehe ich da keinen Nachteil gegenüber einem "nativen" Twin-Receiver. Interessant finde ich auch noch die Frage, ob der UFS 906 vielleicht sogar noch mehr als zwei Tuner verwalten kann. Zum einen ist ja die Frage, ob er ausreichend Reservern dafür hat, zum anderen könnte es ja sein, dass Kathrein da einen Riegel vorgeschoben hat und grundsätzlich nur die Verwaltung von zwei Tunern zulässt. Letzte Frage von meiner Seite wäre noch: Meint Ihr man sollte als SAT-IP-Server auf jeden Fall den EXIP-414 nehmen, oder tut es auch z.B. ein Grundig DSI 400? Immerhin liegen das laut den Preisvergleichen im Internet ca. 50€ - 60€ Preisdifferenz dazwischen. Da SAT-IP ja ein herstllerübergreifender Standard ist sollte das doch eigentlich keinen Unterschied machen.

      Gruß Jörg
      Bitte, gern geschehen, leider muss ich mich diesmal etwas stärker auf die Theorie stützen und hoffe, dieses auch in absehbarer Zeit mit praktischen Erkenntnissen untermauern zu können.

      Ich habe bereits mehrere Kathrein Receiver durch, meinen damals heißgeliebten 822 (Twin-Receiver mit interner Festplatte) musste ich leider dem Schrottplatz übergeben, da das Netzteil defekt und auch nicht reparierbar war, und ein Ersatz-Netzteil so viel gekostet hätte wie jetzt der UFS 906. Sogar mit diesem Gerät waren zwei Aufnahmen gleichzeitig möglich (gut, hat damals noch kein HD unterstützt) und eine Sendung,die auf einer von den Aufnahmesendungen passenden Ablenkung lief, konnte noch angeschaut werden, und an der Rechenleistung der Receiver hat sich seither immens was getan. Mein jetziger (Noch-) 925 konnte das ebenfalls (konnte deshalb, weil die zweite Koax-Leitung vom Multischalter zum Receiver im A... ist, und austauschen werde ich sie nicht mehr, da hier im Haus ohnehin über kurz oder lang alles auf Netzwerk umgerüstet wird, also warum dann noch mit Koax rumärgern...; und bei meiner Abdeckung mit Netzwerkdosen im Endausbau kann ich in theoretisch jedem Zimmer in alle 4 Ecken ein Netzwerk-Gerät stellen, so also auch einen SAT>IP fähigen Receiver, aber jetzt mal Schluss mit Werbung...). Dazu sagen möchte ich noch, dass ich den 925 nicht zwingend tauschen würde, jedoch wird es für diesen zum jetzigen Stand keine Firmware geben, die SAT>IP unterstützt, deshalb der Wechsel auf den 924.

      Der 924 steht schon in der Ecke, ich hatte aber noch keine Zeit, das Ding in Betrieb zu setzen, und die SAT>IP-Client-Firmware ist noch nicht da, drum kann ich dazu auch noch nichts sagen. Nach telefonischer Auskunft von Kathrein wird nach dem Update der 924 bis zu 4 Tuner unterstützen, zwei über Koax und zwei über SAT>IP (wahlweise so wie beim UFS 906 einer oder zwei), theoretisch wären hier dann 3 Aufnahmen und eine Live-Betrachtung möglich. Ich betone theoretisch, bevor ich das nicht selbst getestet habe, erlaube ich mir hierzu auch kein Urteil, werde aber dies gern dem Forum mitteilen, sobald ich hier etwas näheres weiß. Um damit auf Ihre Frage zurück zu kommen: Es sollten also zwei Aufnahmen möglich sein, wenn nur SAT>IP mit zwei Tunern läuft, muss mich aber zum Stand jetzt auf die Aussage von Kathrein stützen. An der Qualität der Aufnahmen denke ich mal, wird es keinen bis wenig Unterschied geben, aber auch das teste ich erst, bevor ich dazu was sagen kann (und ich kanns halt erst testen, wenn es mal die Firmware gibt, und ich sehe weiterhin täglich nach, und wenn sie da ist, wird getestet).

      Kommende Aussage ist zum jetzigen Stand eine reine Vermutung meinerseits: Wenn beim UFS 924 es möglich ist, mit maximal 4 Tunern zu arbeiten, könnte ich mir durchaus vorstellen, auch beim UFS 906 mit drei arbeiten zu können, denke also nicht, dass Kathrein hier einen Riegel vorgeschoben hat. Da mich das (danke für den Hinweis) selber interessiert, werde ich das natürlich testen, muss aber gleich dazu sagen, dass das Ergebnis aus beruflichen Gründen bis Ende übernächster Woche dauern kann (da ich für den Testaufbau ein paar "Modifikationen" vornehmen muss). Ob die Rechenleistung reicht, wird sich dann zeigen.

      SAT>IP ist zwar ein hersteller-übergreifender Standard, insbesondere vom Telestar Gigabit liest man aber gelegentlich, dass dieser nur mit seinem Telestar Receiver brauchbar arbeitet (und teilweise scheinbar nicht mal das). Soweit ich weiß, bietet die Grundig Box neben dem eigentlichen SAT>IP Stream auch die Zugriffsmöglichkeit über DLNA. Funktioniert dann so ähnlich, wie wenn Sie direkt Medien-Dateien von z. B. einem NAS oder PC streamen, statt der Dateien werden dann Sendernamen aufgelistet, die gestreamt werden können. Der Augen-Auswischerei muss man fairerweise dazu sagen, dass das wohl mit HD+ nicht funktionieren wird, da ein normales DLNA-fähiges Fernsehgerät wohl kaum in der Lage sein wird, einen DLNA-Stream durch die CI+ Encodierung zu schicken (woher soll der Fernseher auch wissen, dass er das soll). Die freien HD und die SD-Sender sollten aber funktionieren.

      Rein vom Anschlussfeld her hat die Grundig-Box eine andere Platine als der EXIP 414. Warum ich das anspreche: bitte googeln Sie mal ein wenig rum, und Sie werden ausreichend Artikel finden, in denen erläutert wird, dass die Platine vom EXIP 414, vom Schwaiger SAT>IP Server, von der Triax-Box und vom MegaSat die selbe ist. Bei Amazon finden Sie zumindest von den drei zuletzt genannten auch Fotos der Anschlussfelder, sogar das Montageblech des Anschlussfeldes hat die selbe Anzahl an Luftbohrungen und das Lochraster ist das gleiche; dem Triax hat man wohl aus optischen Gründen einen anderen Netzschalter eingebaut... naja, ändert halt nichts am Rest. Die Schwaiger-Beschreibung habe ich mir auch schon durchgelesen, und die dortigen Abbildungen der Web-Oberfläche (Parameter, deren Anordnung und Eingabemöglichkeiten) decken sich (von den Firmenlogos und der farblichen Gestaltung abgesehen, das kann man aber relativ leicht in HTML durch eine sog. CSS-Datei anpassen) komplett mit dem EXIP 414. Bei allen vier Geräten ist übrigens DLNA nicht möglich (außer ich hätte es bei einem im kleingedruckten überlesen). Sie können nun auch die Online-Preise vergleichen, im Endeffekt werden Sie hier viermal das gleiche Geräte erhalten. Laut Amazon beginnt der MegaSat bei etwa 170€, ebenso der Triax, der Kathrein beginnt bei ca. 200€, und der Schwaiger bei etwa 250€. Ich habe trotzdem den Kathrein genommen *lachenmuss*.

      Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der Grundig mit einem anderen Prozessor arbeitet, da auch die Software eine andere zu sein scheint (laut dem Handbuch), drum kann ich ohne dies zu testen nicht beurteilen, ob es hier qualitative und leistungstechnische Unterschiede gibt. DEN Test müsste ich fast Ihnen überlassen (oder wer mag), würde mich aber sehr für detaillierte Erkenntnisse interessieren.

      Schönes Wochenende!

      sportschnegge schrieb:

      Interessant finde ich auch noch die Frage, ob der UFS 906 vielleicht sogar noch mehr als zwei Tuner verwalten kann. Zum einen ist ja die Frage, ob er ausreichend Reservern dafür hat, zum anderen könnte es ja sein, dass Kathrein da einen Riegel vorgeschoben hat und grundsätzlich nur die Verwaltung von zwei Tunern zulässt


      Erstmals sorry, dass sich die Antwort doch etwas länger gezogen hat, leider ging es nicht eher.

      Ich habe mit den zwei UFS 906 mal ein paar Versuche durchgeführt. Stand der Firmware war hier noch 2.00, auf die 2.01 habe ich erst später hochgerüstet.
      Zum Stand 2.00 (und wie ich gesehen habe auch bei der 2.01) werden definitiv nur zwei Tuner zugelassen. Sie können kombinieren, ob das der normale interne Tuner und ein weiterer SAT>IP Tuner sein soll oder ob beide Tuner per SAT>IP laufen. Es gehen also definitiv nicht mehr als zwei Tuner.

      Prinzipiell scheint der Funktionsumfang bei allen Kombinationen der gleiche zu sein.

      Alle genannten Tests habe ich mit HD Sendern durchgeführt (SD wäre ja langweilig gewesen).

      Prinzipiell können Sie zwei Sender gleichzeitig aufnehmen, oder einen aufnehmen und einen anderen gleichzeitig betrachten. Mit prinzipiell meine ich, dass es vom Funktionsumfang her wunderbar geklappt hat.
      Erster Versuch war mit einem 0-8-15-USB-Stick als Aufnahme-Speicher. Nach 10 Sekunden Aufnahme anschauen stand schon fest, dass diese Aufnahme nicht betrachtbar ist (ständiges Ruckeln, Bild- und Tonaussetzer).

      Zweiter Versuch wurde mit einem Platinum SilverSpeed USB Stick durchgeführt (amazon.de/Platinum-SilverSpeed…4GB+Speicherstick+USB+3.0). So lange Sie nur eine Aufnahme machen (sonst nichts) oder nur eine Sendung ansehen (sonst nichts), klappt das wunderbar. Eine Sendung ansehen und gleichzeitig eine weitere aufzeichnen führt dazu, dass bei der Betrachtung gelegentlich Bildruckler enstehen. Die Aufnahme als solche war auch nicht gerade prickelnd anzusehen, Ton war zwar ganz akzeptabel, aber auch hier zeigten sich gelegentliche Bildaussetzer.
      Möglicherweise würde das bei einer USB-Festplatte mit USB 3.0 Schnittstelle sogar funktionieren. Welches Speichermedium auch immer Sie verwenden, es sollte auf jeden Fall mehr als 60 MB/s schreiben können, mit darunter liegenden Werten kommt nichts brauchbares heraus, so meine Erkenntnis. Kathrein bietet, was ich gelesen habe, hierzu eine spezielle Festplatte an. Was daran so besonders ist, weiß ich nicht, evtl. ist hier ja wirklich irgend etwas eingebaut, was gezielt auf diese Anforderungen optimiert wurde.
      Was ich durch Zufall entdeckt habe: Time Shift mag nicht (Betonung FW2.00). Hier kommt immer die Meldung, das Standard-Aufnahme-Archiv wird nicht gefunden. Eigentlich wurde der USB-Stick als solcher konfiguriert.

      Ob das ganze mit der Firmware 2.01 besser klappt, kann ich nicht beurteilen, da nicht getestet. Generell merke ich zwischen 2.00 und 2.01 Unterschiede in der Stabilität der SAT>IP Übertragung. Wo es bei der 2.00 doch zu gelegentlichem Ruckeln kam, ist das bei der 2.01 nahezu vollständig abgestellt. WLAN-Betrieb würde ich nach wie vor nicht empfehlen (gleiche Katastrophe wie vorher), was ich aber bei stationär stehenden Geräten generell nicht mache, da ich das für Murks halte. Ein Netzwerk-Kabel ist ein Netzwerk-Kabel und Gigabit-Switches bringen die erforderliche Bandbreite Richtung SAT>IP-Server, auch wenn die Receiver an sich nur 100 MBit unterstützen.

      Sollten Sie wirklich viel aufnehmen und gleichzeitig auch mal etwas ansehen wollen, so glaube ich nicht (nach meinen Tests und Erfahrungswerten), dass der UFS 906 einen darauf optimierten Twin-Receiver wie den UFS 924 oder den UFS 925 ersetzen kann. Die Rechenleistung dieser Twin-Receiver und offensichtlich auch die zugrunde liegende Software sind doch um ein Vielfaches besser auf diese Anforderung optimiert. Auch würde ich eher zum UFS 924 tendieren, da dies das technisch neuere Gerät ist und hier in absehbarer Zeit auch SAT>IP zur Verfügung stehen wird, was zum jetzigen Stand für den UFS 925 nicht mehr passieren wird.
      Wir hier hausintern werden das Problem mit einem UFS924 und zwei UFS 906 lösen. Sobald UFSConnect und SAT>IP für den 924 zur Verfügung stehen (und dies auch sauber läuft), haben wir hier im Haus das, was wir wollen: die Möglichkeit, an drei Stellen zu gucken und zumindest einmal aufnehmen zu können, oder nur an zwei Stellen gucken und dann auch an zwei Stellen aufnehmen zu können.

      Anmerken möchte ich, dass diese Erkenntnisse auf Tatsachen meiner eigenen Versuchsreihen beruhen. Andere User mögen durchaus andere Erfahrungen gesammelt haben und dazu andere Meinungen vertreten.
      Das ursprüngliche Lob auf diesen Receiver muss ich wieder
      zurücknehmen. Mittlerweile stürzt das Gerät fast genauso häufig ab wie
      der UFS922 nach 4 Jahren.

      Ich bin es satt, als Betatester für ein unausgereiftes Produkt herhalten zu müssen. Und werde keinem mehr Kathrein empfehlen.

      Die Updatepolitik ist nach kurzer Zeit unter aller Sau, es funktionieren nie alle angepriesenen Funktionen und die Geräte laufen nicht stabil.

      Mein Glück versuche ich jetzt trotz zahlreicher anderer negativer
      Bewertungen bei anderen Herstellern. Bei Kathrein hab ich meine
      Erfahrungen gemacht und werde das nciht mehr länger unterstützen.
      Ich kann die Instabilität des 906 leider nur bestätigen (Firmware 2.02, SAT>IP Schwaiger MS4IP, DLan)
      Ständig fällt das Ding ins Koma.
      Mit den Aufnahmen kann ich nicht bestätigen. Hab schon zwei 0815 Usb-Sticks probiert und beide haben gut funktioniert (keine Ruckler, gute Bild und Ton Qualität).
      Schade.
      Meiner hängt jetzt nur noch direkt am SAT, leider ist er immer noch instabil.
      Unregelmäßige Reboots während dem schauen ohne das irgend jemand eine Taste gedrückt hat.
      Vorher mit SAT>IP hatte ich gefühlt mehr Reboots.
      Hin und wieder hängt er sich Nachts beim "Zeit holen" auf.

      Eine Frage, denn ich glaube ich bin blind.
      Wo kann man denn eine NAS einbinden?
      Danke :)
      Wenn ich mich recht entsinne brauchst Du erstmal das 2.02 Update. Dann kannst Du das Nas über Medien abspielen.
      Für Aufnahmen musst du erst über das Webinterface das Nas einbinden. Bei mir ist es im 906 erst aufgetaucht, als ich eine Aufnahme von USB auf extern kopiert habe. Dann stand es als Ziel drin und war dann auch als Ordner für die Aufnahme auswählbar.
      Ist auch möglich das das mit dem abspielen danach erst funktioniert hat.

      Ist sehr schlecht beschrieben.
      und?

      wie sieht es im August aus?

      Ich plane evtl. auch den Kauf eine 906 mit SAT>IP und Connect zum 924....

      Kannst du was berichten?
      Vu+ Ultimo 4K (2 * FBC 16 Rec) mit Serienrecorder - BDP 170 - VSX 932 - LG OLED55C7D - Kathrein Unicable - Astra 19,2 - 28,2
      NFS
      UPNPshare
      UFS-924 (2.20) - Backup weil ca. pro Tag einmal hängt...
      Hallo.
      Bis jetzt hat sich von seitens Kathrein nichts getan.
      Ich hab den 906 (hoffend auf ein Firmware Update) erstmal in die Schublade gepfeffert.
      Benutze momentan den Schwaiger DSR41IP. Läuft zu 98% stabil, ist aber von der Ausstattung her nicht mit dem 906 zu vergleichen. Man kann gut Fernsehen und das war es eigentlich.
      Ich hoffe das Kathrein seinem Ruf noch gerecht wird und dem 906 noch Beine macht.
      Hallo Coolnik,

      vielen Dank erst einmal für deinen super ausführlichen Bericht.
      Aufgrund deiner Rezession habe ich mir selbige Komponente zugelegt,
      da auch ich nicht überall im Haus über einen Sat-Anschluss verfüge.

      Zu meiner Konfiguration:
      - Bluetec 85cm Schüssel
      - Quad LNB Inverto Ultra Black
      - Jultec JRM0508 Multischalter
      - Epix Sat-> IP Server
      - 2x Kathrein UFS 906

      Bei der Installation hatte ich über den Coax Anschluss eine
      Signalstärke von 86%
      Signalqualität von 95%

      Die Einrichtung im Keller via Cat7 Gigabit Netzwerkkabel ging sauber und ich konnte
      über Sat->IP flüssig alle Sender (auch HD) sehen.
      Nach 2 Tagen ging es los, dass die HD Sender geruckelt haben.
      Nach 3 Tagen haben auch die SD Sender gestockt.
      Ab dem 4.Tag war ein Fernsehen nicht mehr möglich.
      Am Computer (DVB-Viewer) und auch am Handy (Elgato App) lief das Fernsehprogramm flüssig.
      Ergo kann ich einen Fehler des Exip Sat-IP Servers ausschließen.
      Auch die Signalstärke und Qualität war bestens.

      Kann es ein Problem mit den Codecs am UFS geben?
      Softwareversion ist 2.22 (also neuste Version).

      Ich bin mittlerweile echt Ratlos warum das Bild so stockt.