Upgrade von Ufomicro EXU 544

      Upgrade von Ufomicro EXU 544

      Hallo,

      wir haben in unserem Haus auf dem Dachboden 2 EXU544 in Reihe:


      Ein Strang geht davon weg und zieht sich dann durchs Haus.
      Hier ein Bild der Dosen:


      Kann ich das System ohne großen Aufwand auf ein aktuelles Einkabelsystem von Kathrein umrüsten? (HDTV und 8 Teilnehmer)
      Welche konkreten Systeme kämen in Frage? Vielen Dank!

      Briensturm schrieb:

      Hallo,

      wir haben in unserem Haus auf dem Dachboden 2 EXU544 in Reihe:
      Hier ein Bild der Dosen:


      Kann ich das System ohne großen Aufwand auf ein aktuelles Einkabelsystem von Kathrein umrüsten? (HDTV und 8 Teilnehmer)
      Antennentechnik im allgemeinen und teilnehmergesteuerte Einkabelsysteme im besonderen erfordern ein Minimum an Know-How und Messequipment.

      Für einen fachkunde- und messgerätelosen Laien ist eine Gemeinschaftsantenne für 8 Teilnehmer ein denkbar ungeeignetes Erstlingsobjekt und kann ganz fix in Überforderung und totale Hilflosigkeit einmünden.
      Welche konkreten Systeme kämen in Frage?
      Im Prinzip jede Einkabelmatrix mit 8 Userbändern, die mit AGC-geregelten ENTROPIC-Chip sind vorzuziehen.

      Die Dosen (vermutlich alle 10 dB AKD) müssen gegen ESU 33/36/37-Dosen mit von 18 auf 10 dB fallender angepasster Auskoppeldämpfung gewechselt werden. Besser wären kanalselektiv programmierbare Schutzschalterdosen AXING SSD 6-xx. Receiver die nur den UFO micro-Befehlssatz beherrschen sind nicht mehr verwendbar.

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      Noch ein Versuch.

      Keine Ahnung warum das erste Zitat mehrfach gelöscht und die Formatierung geändert wurde.

      Briensturm schrieb:

      wir haben in unserem Haus auf dem Dachboden 2 EXU544 in Reihe:


      Ein Strang geht davon weg und zieht sich dann durchs Haus
      Beim Anblick dieses Bildes fröstelt es mich:
      • Die F-Steckermontage kann man nur als stümperhaft bezeichnen
      • Es ist nicht einmal ein normwidriger vereinfachter Potenzialausgleich der EXU-Gehäuse ausgeführt
      • Die EXU 544 werden bei liegender "Montage" nicht richtig durchlüftet
      Zur Abrundung fehlt eigentlich nur noch, dass die Antenne erdungspflichtig aber nicht geerdet ist.

      Bild für normkonformen Potenzialausgleich im Anhang:
      Bilder
      • Antenne_Briensturm.jpg

        52,55 kB, 960×720, 69 mal angesehen

      Briensturm schrieb:

      In Sachen Messequipment habe ich ein Multimeter parat, falls das weiterhilft.
      Damit kann man Spannung und Durchgang aber keine Pegel messen.
      Zu dem Bild: Ist es auch möglich, an den einen Verteilerstrang nur einen
      Teilnehmer mit ESU33 und Abschlusswiderstand zu hängen und die
      restlichen Teilnehmer an den anderen Strang?
      Sorry, aber die Frage sollte nach der Grafik nicht mehr kommen. Der Umbau einer Gemeinschaftsantenne setzt deutlich mehr Basiswissen voraus. Eine solide Anlagenplanung führt allen Dosen möglichst gleich hohe Pegel zu, die ESU 33 gehört somit mit nur 10 dB Auskoppeldämpfung ans das Stammende, aber nicht an den Stammanfang.

      Matrix-Konstantausgangspegel: . . 88 dB(µV)
      Receiver-Optimalpegel: . . . . . . 53 - 71 dB(µV), Normlimits 47 - 77 dB(µV)
      Dämpfungsbudget: . . . . . . . . . 17 - 35 dB

      Mit einer ESU 33 mit 10 dB Auskoppeldämpfung + 6 dB Verteilerdämpfung + ? dB Kabeldämpfung beträgt der Dosenpegel evtl. > 70 dB(µV) womit der Triple-Tuner eines SAMSUNG-TV bereits übersteuert wird.

      Von einer Stammleitung mit 7 Dosen in Reihe ist aus Gründen der Betriebssicherheit abzuraten. Sofern zugfähige Leerrohre installiert sind wäre eine Aufteilung und Planung für Twin-Betrieb sinnvoll. Wenn es aber nicht anders geht sollte man die Auskoppeldämpfung der Dosen mithilfe des Einkabeltools im Netzwelt-Forum dimensionieren. Dazu ist aber die ungefähre Kabellänge und die spezifische Kabeldämpfung erforderlich. Dabei den ersten Dosen die am stärksten bedämpften hohen Frequenzen und den Dosen mit höchsten Netzdämpfung die niedrigsten Userbänder zuweisen. Bei dämpfungsarmen Kabeln mit normalen Längen könnte sich beispielsweise eine Reihung mit 18 >> 18 >> 13 >> 13 >> 13 >> 13 >> 10 dB Auskoppeldämpfung ergeben.

      ESU 36 und 37 Dosen haben eine geringere Durchgangsdämpfung womit den hinteren Dosen mehr Pegel zugeführt wird. Bitte beachten, dass die ESU 37 nur 14 dB Richtkoppler + interne Bedämpfung haben. Im Gegensatz zu den EXU 544 kann es bei Unicable zu gegenseitigen Störungen durch Fehlbedienungen kommen. Bei 8 Teilnehmern auf einem MAtrix-Port sind m. E. kanalselektive Steckdosen erforderlich. Die ESU-Dosen trennen nur auf Normalbetrieb eingestellte Receiver vom Netz, gegen Fehleinstellungen der zugeteilten Userbänder sind sie wirkungslos.

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      Das Bild der beiden EXU 544 zeigt besonders exemplarisch auf wie man sich als antennentechnischer Laie oder auch in diesem Fachgebiet nicht versierte Elektrofachkraft überfordern kann.

      Die Fahrlässigkeiten bei Erdung und PA sind auch an anderen Anlagen festzustellen und leider geradezu normal. In diesem Fall kommen aber die Liegenmontage mit Überhitzung, außergewöhnlich schlecht montierte F-Stecker, völlig unnötige Kabeldämpfung durch den Kabelbund und -bei getrennten Stammleitungen- ein fehlendes Trennglied dazu.

      Bilder sagen mehr als Worte, zur Selbstbesinnung von Eigenleistern und antennentechnisch einäugigen Elis ein kommentiertes Bild.
      Bilder
      • Antenne-Briensturm_kommentiert.jpg

        28,89 kB, 448×336, 35 mal angesehen
      Danke schonmal für die Hilfe, bin ein Stück weiter gekommen.
      Hab mal mit dem Multimeter die Leitungen durchgepiepst und habe die Struktur herausgefunden:

      Die Dosen sind alle ESU31.

      Folgendes stelle ich mir für die Zukunft vor:

      Ist das technisch so möglich? Mir ist bewusst, dass ich nur 8 bzw. 9 Geräte mit dem Multischalter ansteuern kann, aber ich möchte mir die Positionierung der Geräte offen lassen und alle vorhandenen Auslässe abdecken.
      Welche Dosen brauche ich in diesem Fall?
      Reihenverteilsysteme sind störanfällig, Stand der Technik auch wohnungsintern betriebssichere Sternverteilungen.

      Warum man bei zwei vorhandenen EXU 544 den ganzen Verteilnetz-Kuddelmuddel nur auf eine Matrix aufschaltet hatte ist fachlich nicht nachvollziehbar.
      Ist das technisch so möglich?
      Sorry, aber manchmal ist Klartext angesagt: Das Konzept das bestehende Verteilnetzmonster durch zwei weitere Verteilerkaskaden zu verschlimmern ist Murks!
      1. 50 % des verfügbaren Pegels werden einer Dose zugeführt, asymmetrischer kann man Pegel nicht aufteilen!!!
      2. Auch am zweiten Zweifachverteiler werden 50% des Eingangspegels einer Dose und die anderen 50% 4 Dosen zugeführt
      3. Koaxnetze sind kein Perpetuum Mobile, durch beiden neuen Verteiler + Dose + Kabel erhöht sich die Netzdämpfung um 20 dB, das reduziert den Pegel am Vierfachverteiler um 90%
      4. Der Spannungsabfall von vier diodenentkoppelten Verteilern in Reihe lässt böse Vorahnungen für die Kommandoübermittlung aufkommen
      5. Selbst mit dämpfungsarmen Kabeln und Zuordnung des niedrigsten Userbands zu der Dose mit höchsten Dämpfung errechnet sich aus 88 dB(µV) Router-Ausgangspegel ein Unterpegel < 47 dB(µV)
      6. Eine korrekte Dosendimensionierung setzt außer der Kenntnis der Kabellängen auch deren spezifische Dämpfung voraus
      7. Die EXU 544 hatten die Userbänder automatisch vergeben, bei wohnungsübergreifender Unicable-Installation sind ohne userbandselektiv programmierbare Dosen, die von KATHREIN zurzeit noch nicht angeboten werden, gegenseitige Störungen durch falsche Userbandwahl möglich
      Die Installation der EXU 544 hat schon reichlich Kopfschütteln verursacht, ich empfehle dringend die Installation einem echten Antennenprofi zu überlassen der das Verteilnetz einfacher strukturieren und berechnen kann. Zur userbandgerechten Dosendimensionierung bietet sich das Tool im Netztwelt-Sat-Forum an.
      3. ... durch beiden neuen Verteiler + Dose + Kabel erhöht sich die
      Netzdämpfung um 20 dB, das reduziert den Pegel am Vierfachverteiler um
      90%Nach
      Berichtigung, nach Datenblatteinsicht ist die Dämpfung noch höher und verursacht damit auch bei dämpfungsarmen Kabeln mit 20 dB/100 m auf 1 GHz knackige Unterpegel.

      Eigentlich sollte man das bei fehlendem Basiswissen nicht tun, nur zur Info und nicht als Anleitung eine Abbildung, wie unter Verwendung spezieller Abzweiger mit DC-tauglichem Stichausgang selbst an der Exotenverteilung weniger Dämpfung möglich ist. Ob damit an allen Dosen normkonforme Pegel zu erreichen sind oder eine Matrix mit mehr Pegel oder gar eine Nachverstärkung erforderlich ist, hängt von der unbekannten Kabeldämpfung ab.

      Eine vernünftige Planung sollte eine weitgehend zentralisierte Stammleitungsverteilung aufweisen.
      Bilder
      • Briensturm_Verteilnetze.jpg

        69,19 kB, 960×720, 31 mal angesehen

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      Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass wir vor kurzem in dieses Haus gezogen sind, die vorhandene Anlage also vom Vorbesitzer installiert worden ist, nicht von mir. :pfft
      Mir leuchtet ein, dass die Pegel bei den vielen Dosen und Verteilern nichtmehr ausreichen können.
      Hier eine abgespeckte Variante, ist das so eher zu realisieren?
      Hier eine abgespeckte Variante, ist das so eher zu realisieren?
      Frust!

      Da macht man sich die Mühe einschließlich Plan konkret darauf hinzuweisen, dass als Vierfachverteiler ein EBC 114 ohne Diodenentkopplung oder auch der alte EBL 44 und zur Versorgung von Einzeldosen pegeltechnisch Abzweiger besser sind und nichts davon wurde verstanden.
      Bezüglich Kabeldämpfung, es sind Kabel ohne Bezeichnung mit harter, halbdurchsichtiger Isolierung, also keine Geschäumte.
      Es überaus fraglich ob 88 oder auch 93 dBµV Router-Ausgangspegel ohne Nachverstärkung an allen Dosen ausreichen. Die neuen Dosen nach dem eingezeichneten 20 dB Zweifachabzweiger sind mit modernen Kabeln auch mit hohen Userbändern völlig unkritisch. Ein Altkabel HIRSCHMANN Koka 702 hat auf 1 GHz ~30 dB/100 m und auf 2 GHz ~40 dB/100 m. Das sind Richtwerte die ebenso wie deine geschätzten Kabellängen noch abweichen können.

      Ich habe überschlägig den langen Strang links mit dem am wenigsten bedämpften Userband mit 20 dB/100 m für 1 GHz und mit einem TechniSat-Zweifachabzweiger mit 4 dB Durchgangsdämpfung durch gerechnet und komme auf einen erforderlichen System-Eingangspegel von ~94 dBµV. Nachdem nur du weißt wo welche Dosen mit stärker bedämpften Userbändern belegt werden müssen, wäre mittels dem Netzwelt-Tool auszurechnen, ob ein noch höherer Eingangspegel erforderlich ist.
      Bilder
      • Briensturm_Verteilnetz(V.2).jpg

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