Aufnahmen von ausgebauter Festplatte "retten"

      Aufnahmen von ausgebauter Festplatte "retten"

      Hallo,

      bisher konnte ich hier im Forum als passiver Leser für alle meine Recieve-Probleme immer eine Antwort finden, dafür schonmal danke. Vielleicht könnt ihr mir auch bei meinem aktuellen Problem helfen.

      Jetzt zu meinem aktuellen Problem. In meinem UFS 922 habe ich vor gut 2 Jahren die originale 250 GB Platte gegen eine WD10EVDS getauscht gehabt. Diese lief bis vor zwei Wochen einwandfrei. Dann fing der Reciever an sich immer aufzuhängen, oder zu zu "stottern", wenn ich ferngesehen habe (bei HD Sendern häufiger als bei SD). Der Ausfallrhytmus wurde aber immer kürzer (mehrmals pro Abend). Bei Wiedergaben von der Festplatte hat der Reciever auch einige von diesen einfach abgebrochen.

      Da die Festplatte beim Zugriff akustisch sich irgendwie ungewohnt anhört, habe die originale Platte wieder zum Versuchen eingebaut. Lief einwandfrei. Ebendso wie die jetzt zum ersatz eingabaute WD 10 EFRX. (Mit der aktuellen Firmware macht der Reciever ja alles nach dem Einbau selbstständig)

      Aber jetzt ist die Frage wie kriege ich von der alten Platte meine Aufnahmen gerettet? Die Kati kriege ich mit der alten Platte noch stabil zum Laufen, wenn ich die beiden Satellitenkabel entferne (das Ausschalten der PVR Funktion hätte es vermutlich auch getan.) Allerdings kriege ich die Aufnahmen auch über das Netzwerk nicht wirklich gesichert, da das Kopieren vom FTP Server, bzw der Download über den Browser einfach abbricht. (Ist angeblich vollständig, obwohl nur ein Teil der daten übertragen wurde)

      Sorry, wegen dem vielen Text, jetzt die eigentliche Frage:
      Gibt es die Möglichkeit, über einen Computer auf die
      kennt einer von Euch eine Möglichkeit, das Aufnahmenarchiv der Platte unter Windows einzulesen? (Oder eine Möglickeit das mit einer virtuellen Linux Maschine durchzuführen?) :nixahnung

      Gruß
      Maik

      Suiz schrieb:

      kennt einer von Euch eine Möglichkeit, das Aufnahmenarchiv der Platte unter Windows einzulesen? (Oder eine Möglickeit das mit einer virtuellen Linux Maschine durchzuführen?)
      Nein, es ist keine bekannt.

      Die beste Möglichkeit ist, die Platte auf eine andere zu klonen. Da das Dateisystem der Aufnahme-Partition nicht ohne weiteres von Drittgeräten lesbar ist, sollte eine Software verwendet werden, welche Bit-genaues Kopieren ermöglicht.
      Je nachdem, welche Teile der alten Platte defekt sind, kann es sinnvoll sein, die neue Platte zuerst vom UFS922 einrichten zu lassen und dann die Partition mit dem Aufnahmen-Archiv von der alten auf die neue zu klonen.

      Noch ein Gedanke zur virtuellen Linux-Maschine: Da die Open-Source-Teile der Software bei Kathrein heruntergeladen werden können, hatte ich mich auch schon gefragt, ob man diese nicht in einer VM installieren/kompilieren könnte.
      Aber ich halte es für sehr schwierig. Es handelt es sich um ST-Linux, noch dazu angepasst auf die spezielle Hardware des UFS922, nicht unbedingt mit PC-Architektur vergleichbar.
      Dann sind noch die entscheidenden Teile der Archiv-Software nicht Open-Source, wie beispielsweise die Recording-Software "maruapp".
      Um den ganzen Receiver virtuell nachzubilden, müßte man meiner Meinung nach in der Lage sein, ein komplettes Software-Image, wie beispielsweise in den Firmware-Dateien enthalten, in einer virtuellen Maschine lauffähig zu entpacken bzw. zu installieren.
      Ich habe noch nicht gehört, daß mal jemand von sowas berichtet hat.

      Grüße, Magnus
      UFS 922 (XCC09) FW2.10 / 500 GiB
      UFS 922 (XCD35) FW2.10 / 1,0 TiB
      UFS 913 (XCE46) FW2.02b
      VU+ Duo² / 4×DVB-S2 / 3,0 TiB
      CAS90 mit UAS585
      S02 + AC Classic, SW 3.25
      Sony KDL46HX805
      hallo

      Könnte es sein das die Alte FP in einem FP Gehäuse mit USB und Netzteil läuft.?
      So könntest du die Alten Aufnahmen am 922 weiter abspielen.

      Ich benutze 2 so Teil einmal mit der Originalen FP vom Icord HD (500gb)und Medion (1tb).
      Und läuft wunderbar.

      gruss langer
      Kathi 922--Icord HD
      Atemio 500--520--750
      LX1x2
      2x ET9200 mit HDF
      Octagon2028
      2xSKY-3xHD+
      Coolstream Trinity dvb c
      100 Premium Allstar HD--UM HD Recorder
      Wenn Du wirklich seehr viel Zeit hast und mehrere Festplatten zur Verfügung (und vllt. zum Nerdtum neigst :-)) ), wäre ein "ganzheitlicher" Ansatz:

      1. Alte Platte klonen auf neue (kpl. oder nur Archiv-Partition, je nach Fehlerbild)
      2. Receiver mit der geklonten Platte in Betrieb nehmen (wichtig, die Senderliste muß irgendwie mit exportiert und übertragen werden, wenn nur die Archiv-Partition geklont wird)
      3. Weitere Festplatte als USB-Archiv einrichten
      4. Alle Aufnahmen von der internen Platte auf das USB-Archiv kopieren, manuell, per Menü-Option "auf USB-Datenträger kopieren". Damit dies fehlerfrei von statten geht, muß die Senderliste stimmen!
      5. Neue interne Platte nochmals kpl. plattmachen und neu einrichten lassen. Damit minimierst Du das Riskio, igendwelche Dateisystem-Fehler von der alten, fehlerhaften Systemplatte weiter zu vererben.
      6. Wenn der Receiver nun mit der neu eingerichteten Platte und der zurückkopierten Senderliste läuft, können die Aufnahmen von der externen Archivplatte direkt abgespielt oder nach und nach wieder auf die interne zurückkopiert werden.


      Warum sollte man sich so einen Aufwand antun?

      Die Archivpartition kann, wie erwähnt, nur sicher kopiert werden kann, wenn man bitgenaues Klonen wählt.
      Sollten auf der ursprünglichen (defekten) Festplatte auch Defekte im Bereich der Archivpartition vorliegen, so werden die resultierenden Dateisystemfehler durch bitgenaues Klonen auf die neue Platte mit übertragen.
      Die Kloning-Software kann nicht unbedingt angeben, ob sie Fehler gefunden hat, da sie das Dateisystem der Archivpartition nicht lesen kann.
      Eventuell erkennt die Kloning-Sofware beim Kopieren Oberflächenfehler in der Archiv-Partition, dann kann man davon ausgehen, das an dieser Stelle auch fehlerhafte Bytes mitkopiert werden.
      Dies könnte mglw. im weiteren Betrieb des UFS922 mit der neuen Platte zu Problemen führen, da die Platte zwar physisch OK, die Daten an der betreffenden Stelle aber weiterhin fehlerhaft sind.

      Da nichts über die Arbeitsweise der Recording-Software bekannt ist, lässt sich auch nicht sagen, inwieweit da eine Fehlerkorrektur arbeitet oder wie die mit Datenfehlern umgeht.
      Würde sich nun der Receiver mit der neuen Platte mit dem geklonten Inhalt in Betrieb nehmen lassen, so würde dann beim stückweisen Kopieren der Aufnahmen auf USB-Archivplatte der Dateisystemfehler nicht mit übertragen.
      Mglw. hängt sich die Kiste beim Kopieren auf, wenn sie auf einen Fehler läuft, oder sie kopiert einfach die fehlerfreien Bereiche der betroffenen Aufnahme(n) aufs externe Archiv und der Benutzer bekommt gar nichts mit.
      So oder so, wenn auf der Archivpartition ein Dateisystemfehler vorliegt, ist die entsprechende Aufnahme entweder ganz weg oder fehlerhaft. Aber der Fehler wird wie gesagt nicht mit kopiert.

      Beim anschließenden Plattmachen und Neu-Einrichten der internen Platte stellt man sicher, daß die Dateisysteme auf allen Partitionen neu und "sauber" sind.
      Zudem ist die interne Festplatte nun leer, man kann sich also überlegen, welche Aufnahmen man von der externen Archivplatte zurück kopieren möchte. Das ist ja nicht unbeingt nötig, da sich die Aufnahmen vom externen Archiv praktisch genau so komfortabel abspielen lassen, wie vom internen.

      Bei einem Wechsel der internen Festplatte empfehle ich im übrigen immer, ein AV-Modell zu nehmen, bei WD würden hier WD10EURX oder WD10EURS passen (letztere ist aber ziemlich teuer geworden).
      Die von Dir verwendete WD10EFRX ist aus der Red-Serie, also für den NAS-Betrieb vorgesehen. Ob sie deshalb als AV-Platte taugt oder ob sie gar "überqualifiziert" ist, kann ich nicht sagen.

      Gruß Magnus
      UFS 922 (XCC09) FW2.10 / 500 GiB
      UFS 922 (XCD35) FW2.10 / 1,0 TiB
      UFS 913 (XCE46) FW2.02b
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      Ja das stimmt den Aufwand werde ich mir wohl nicht antun, warum sollte man das tun ?

      Die NAS Festplatte habe ich genommen, da ja die AV-Platte auch nur gut 2 Jahre durchgehalten hat (Wohl nen Montagsmodell). Da hatte ich die Hoffnung gehabt, dass die NAS Platte das vielleicht besser verkraftet. PWL wird laut Datenblatt untersützt und die Platte hat 3 Jahre Garantie, wegen dem mitlaufenden PVR mache ich mir eigentlich keine Gedanken über eine kürzere Lebensdauer als bei AV-Platten.
      Wie sich die Platte in der Praxis schlägt bleibt wohl auf dauer abzuwarten.
      Weil NAS privat oft als Medienserver eingesetzt werden, gehe ich pauschal mal davon aus, dass die Platten auch dafür ausgelegt sind, bei parallelen Schreib- und Lesezugriffen einen kontinuierlichen Datenstrom liefern zu können.
      Wo ich mir Gedanken mache, ist ob die für den 24/7 Betrieb ausgelegte Platte das häufige Ein- und Ausschalten mitmacht, da habe leider bei der Festplattenauswahl leider nichts zu gefunden gehabt.


      Gruß
      Maik
      Ich hatte es andersrum gemeint.
      "Warum sollte man sich so einen Aufwand antun?" - "Weil man dann davon ausgehen kann, so viel Aufnahmen wie möglich zu retten und dabei so wenig Dateisystemfehler wie möglich mit zu transportieren".

      Wenn mir die Kloning-Software keine Oberflächenfehler im Bereich der Aufnahmen-Partition meldet, würde ich auf den doppelten Kopieraufwand aus meinem obigen Beitrag wohl auch verzichten (aus Faulheit).
      Dennoch kann man mit der beschriebenen Vorgehensweise meiner Meinung nach das sauberste Ergebnis erzielen, sofern man die alten Aufnahmen behalten will, einfach weil die Vorteile der Methode "sauberes Einrichten von neuer Festplatte" kombiniert werden können mit den Vorteilen der Methode "Aufnahmen vom Receiver auf externe Archivplatte auslagern lassen" und man die Nachteile der Methode "Daten von beschädigtem Dateisystem auf neues klonen" vermeidet.

      Bei der Frage nach der Tauglichkeit der AV oder NAS-Festplatten geht es, meine ich, nicht so sehr um den 24/7 Betrieb oder das grundsätzliche Umgehen mit parallelen Lese- und Schreibvorgängen, eher um verschiedene "Strategien" im Umgang damit.
      Wie ich von anderen in der Sache bewanderten Foristen lesen konnte, haben AV-Festplatten beispielsweise ein Fehlerkorrekturverhalten, daß speziell an den Anwendugsfall PVR-Betrieb angepasst ist. Keine Ahnung, inwiefern dies bei NAS-Platten anders oder ähnlich ist. Bei WD auf der Produktseite habe ich mal was von "bis zu 12 parallelen HD-Streams" gelesen, für die eine AV (bzw. AV-GP) Platte ausgelegt wäre.
      Vielleicht bestehen die Unterschiede auch nur darin, daß die AV-Platten auf Kompatbilität mit vielen PVR-Geräten und die NAS-Platten auf Kompatibilität mit vielen NAS-Geräten getestet wurden.

      Gruß Magnus
      UFS 922 (XCC09) FW2.10 / 500 GiB
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