UFS-821 Elko Problem prüfen

      UFS-821 Elko Problem prüfen

      nachdem mein UFS-821 mit ziemlich ähnlichen Symptomen seinen Dienst quittiert hat (bleibt bei der "Kathrein UFS-821" o.ä. Meldung hängen) habe ich mich mit allen im Forum verfügbaren Hinweisen auf die Fehlersuche gemacht. Festplatte ausgebaut und in einem Linux-PC geprüft (cfdisk, fsck auf den ext2 Partitionen,....), ich konnte z.B. 6 Partitionen sehen und in der 3. Partition z.B. die defaultchannel.txt lesen und schreiben. Ohne besonders tiefe Einblicke bin ich damit aber schon zum Schluss gekommen, dass die HD ok sein müsste. Da fällt mir noch ein: die HD musste ich erst auf "Slave" jumpern, dann wurde sie im PC ordentlich behandelt. Nachher das Zurückjumpern nicht vergessen !

      Dummerweise sahen alle Elkos im Netzteil ziemlich gut aus. Ich habe ein Bild angehängt, da kann man das sehen. Habe also mal ein paar elektrische Pfade nach dem Sperrwandler verfolgt. Ich konnte sie bis zu den 5V und 12V Versorgungen der Festplatte verfolgen und bis zur 3,3V Versorgung des Mainboards. Die Pfade für die 3,3V
      Versorgung und die 12V Versorgung sind sehr einfach aufgebaut - eine einfache Gleichrichterdiode (D2 beim 3,3V Pfad, D6 und D11 in Reihe beim 12V Pfad) gefolgt von einem PI-Filter (C2, L3, C3 beim 3,3V Pfad, C9, L4, C8 beim 12V Pfad), die 5V Versorgung sieht im Prinzip ähnlich aus nur wird dort offenbar noch einiges aktiv ein- und ausgeschaltet bzw. geregelt. Wichtig ist aber, dass der 3,3V Pfad das Feedback für die Primärtaktung erzeugt, netterweise über den Optokoppler unterhalb vom Sperrwandler. Noch wichtiger aber: das Feedback wird vor der Drossel L4 - also am oberen Ende von C2 abgegriffen. Klingeling hats gemacht, dieser Elko wurde hier
      im Forum am häufigsten erwähnt.

      Im Leerlauf - also ohne angeschlossene Festplatte und ohne angeschlossenes Mainboard - haben alle 3 Ausgänge die korrekte Spannung abgegeben, also 3,3 Volt, 5 und 12.
      Wenn das Mainboard angeschlossen wird, schnellt aber der offene 12V Ausgang hoch auf ca. 16V. Dieser Test ist ausgesprochen einfach zu machen. Beim Rückverfolgen der elektrischen Pfade bin ich dann auf den Fehler gestoßen: Am Kopfpunkt von C2 waren nur noch 2,2 Volt zu messen - der offene Ausgang hatte immer noch 3,3 Volt. Das
      deutet dann sehr auf einen defekten C2 hin - der filtert nichts mehr (auf dem weiteren Feedback Pfad wird schon nochmal gefiltert....) und erklärt damit auch das Hochregeln unter Last. Zum Vergleich: der 12V Pfad sah komplett korrekt aus, also an beiden Enden des PI-Filters 12V.

      Also C2 und sicherheitshalber C3 gewechselt und Erfolg gehabt. Spannungswerte sind korrekt und Receiver läuft wieder. Man muss hier übrigens keine 16V Typen einbauen.
      Im Bild habe ich noch angezeigt ich die Spannungen im 3,3V Pfad gemessen habe.

      Hoffentlich hilft das hier jemandem und man kann mir meine hemdsärmlige Analyse und Erklärung nachsehen....
      Bilder
      • defekte-Elkos.jpg

        60,35 kB, 604×550, 641 mal angesehen

      Primärseitige Netzteil-Elkos

      Unser UFS-821 lief sechs Jahre lang ohne Hardware-Probleme. Als ich ihn vor zwei Wochen mit dem Netzschalter aus- und wieder einschalten wollte, passierte allerdings nicht mehr viel: Ein kurzes Glimmen der LEDs und ein leises Sirren, aber weder vom Display noch von der Festplatte irgendwelche Lebenszeichen.

      Ein Blick ins Forum legte die Vermutung nahe, dass die Netzteil-Elkos defekt sind. Obwohl optisch kein Defekt erkennbar war, tauschte ich alle Elkos in der Sekundärstufe aus. Dadurch änderte sich rein gar nichts. :(

      Der entscheidende Tipp kam von focki: Im zweiten Versuch tauschte ich die beiden (optisch ebenfalls völlig intakten) Elkos der Primärstufe aus. Da ich keinen 82 µF/400 V auftreiben konnte, verwendete ich 100 µF. Und Volltreffer, jetzt läuft die Kiste wieder einwandfrei. :)

      Vorsicht: In der Primärstufe können auch nach dem Ausschalten hohe Spannungen anliegen. Deshalb vor dem Öffnen des Gehäuses einige Minuten abwarten.

      Danke für Eure Hilfe!

      Elkos getauscht > Kiste funzt wieder

      Tolle Info,
      hatte bereits alle Elkos zu Hause und auch einen Teil davon getauscht. Da ich dann aber festgestellt habe dass die Spannungen stimmen habe ich aufgegeben und nicht alle getauscht.
      Kiste zur Seite gelegt und einen neuen UFS913 mit 500GB extern angeschafft.
      Jetzt wollte ich zumindest die Festplatte kopieren und bin dabei auf den Beitrag gestoßen. Und siehe da kaum habe ich C2 und C3 auch getauscht funzt die Kiste wieder!

      Deine Beschreibung ist mehr als gut! Super Tipp!

      :ohh
      Hallo,
      ich habe auch einen UFS-821 und bei dem klackert die Festplatte seit kurzer Zeit.

      Habe den Receiver aufgemacht und wollte eine andere HDD einhängen, aber die klackert genauso.


      Dabei ist mir folgendes aufgefallen.




      Habe erst gedacht das das klackern über das IDE Kabel kommt, um das auszuschließen habe ich die Festplatte nur mit Strom versorgt, und es klackert immer noch.


      Aufgeblähte Konsendatoren habe ich nicht gefunden, nur die eine Diode.


      Kann die der Grund sein?


      mfg

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „matze-pe“ ()

      @matze-pe: Das ist keine Diode, sondern ein Widerstand (PR2).
      UFS-922 FW2.10 XCB51 - AClight 1.19
      Denon AVR-3805 (TOS-Link) - Samsung LE46B750 HDMI 1080i fix
      80cm Offset + Twin Lypsi HQ - 120cm PFA + IDLB-SINL23
      Tuner 1: Sig 57-61% "Einfaches LNB" Astra 19.2
      Tuner 2: Sig 57-62% "DiSEqC 1.0" Astra 19.2 + Astra 28.2

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „haptschui“ ()

      Davon ab sieht der nicht wirklich so aus als wenn der defekt ist.

      Bei meiner täglichen Fehlersuche habe ich mir angewöhnt, so lange nicht gerade ein Elko mit dicken Backen da steht, bei Startproblemen IMMER erst einmal alles was nach 3,3V Elko aussieht zu wechseln. Diese 3,3V sind sehr wichtig. Manche Geräte starten schon nicht mehr richtig wenn die Spannung beim Start minimal zusammen bricht oder auch nur 3,2V hat.

      RE: Primärseitige Netzteil-Elkos - Generelle Verarbeitung auf der Platine - schlecht

      Erst mal vielen Dank an alle in dem Forum, die mir meinen UFS 821 "gerettet" haben - nach 6 Jahren ohne großartigen Probleme hat er sich nach Ausschalten per Netzschalter nicht mehr einschalten lassen - wollte das Dauer-"Willkommen!" weg bekommen.
      Durch eure Hinweise konnte ich durch Tausch zweier Elkos das Gerät wieder zum Leben erwecken - Kosten ca. 2,50 €.

      Witzig ist noch, das ein weiterer Elko (C 10) wohl seit Beginn an nur einseitig angelötet war - ohne Funktionseinschränkung des Receivers.
      Trotzdem ein Armutszeugnis in Bezug auf eine gute Qualitätskontrolle seitens Kathrein, denn der Elko konnte schiefer nicht auf der Platine stehen - auf der Lötseite sieht man auch deutlich, da wurde kein Draht mit angelötet (schade - mit meinem iPad lässt sich kein Bild als Dateianhang einbinden)

      Ich muss aber sagen, dass ich heilfroh bin, dass mein UFS 821 wieder lebt, denn sowohl Bedienung als auch die Bildqualität sind sehr gut.
      Danke an Euch!

      Bei mir waren es auch die Elkos C2 & C3. Beide sahen optisch unbeschädigt aus. Habe sie trotzdem getauscht und jetzt läuft wieder alles !!
      Wäre ich nicht zufällig auf diesen Thread gestoßen, läge mein Receiver jetzt auf dem Elektroschrott...

      Daaaanke :)

      Holger

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „HolgerBGL“ ()

      Bei mir blieb der Receiver auch beim "Willkommen!" hängen. Da ich mich nicht in der Lage sah, zu beurteilen, welche Elkos möglicherweise defekt waren, folgte ich dem allgemeinen Rat, vorsorglich alle Elkos auszutauschen. Der Tausch der Elkos beim Netzteil ging problemlos und ohne Entlötpumpe. Zwei Elkos sind auf der Unterseite der Platine falsch beschriftet für C12 steht C17 und für C15 steht D10 .

      Beim Ausprobieren darauf achten, dass die Festplatte angeschlossen ist, weil der UFS 821 (im Unterschied zum UFS 922) ohne Festplatte ebenso beim "Willkommen!" hängen bleibt.

      Die Hauptplatine war dann wirklich schwere Arbeit, die Anschlussdrähte der 39 Elkos auf der Hauptplatine waren stark umgebogen und deshalb nur ganz schwer herauszuhebeln. Es war ein hohes Risiko, dabei die Leiterbahnen zu beschädigen, was mir auch an einer Stelle passierte. Zum Glück war das andere Ende dieser Leiterbahn nahe genug und die Beine des Elkos lang genug, um das zweite Bein des Elkos gleich an das andere Ende zu löten. 78 Löcher mussten mit der Entlötpumpe an teilweise kaum zugänglichen Stellen frei gemacht werden. Angesichts all dessen war ich dann doch überrascht, dass der Receiver zum Schluss wieder funktionierte.

      Wegen der besseren Lebensdauer bin ich bei 14 von 57 Elkos auf höhere Werte und wo möglich auf MKS gegangen. Grundsätzlich habe ich Low-ESR, 105°, 5000-10000h gewählt, nur die 4,7uF und 10uF gab es lediglich mit 1000h bei 105°, was aber bei 85° 4000h entspricht. Die Elkos müssten jetzt also so gut wie ewig halten.

      Netzteil Hot
      uF
      V
      °C
      Reichelt Typ
      Euro
      PC3
      82
      400
      85
      RAD KXJ 100/400
      1,85
      PC5
      47
      50
      105
      RAD FR 47/63
      0,13
      Netzteil Cold
      uF
      V
      °C
      Reichelt Typ
      Euro
      C1
      1
      50
      105
      MKS-2-5 1,0µ
      0,2
      C2
      2200
      10
      105
      RAD FR 2.200/10
      0,48
      C3
      1000
      10
      105
      RAD FR 1.200/25
      0,48
      C4
      680
      35
      105
      RAD FR 820/35
      0,48
      C5
      470
      35
      105
      RAD FR 470/35
      0,23
      C6
      330
      35
      105
      RAD FR 390/35
      0,31
      C7
      220
      25
      105
      RAD FR 220/35
      0,12
      C8
      330
      25
      105
      RAD FR 330/25
      0,13
      C9
      330
      25
      105
      RAD FR 330/25
      0,13
      C10
      22
      50
      105
      RAD FR 22/50
      0,06
      C11
      22
      50
      105
      RAD FR 22/50
      0,06
      C12
      47
      50
      105
      RAD FR 47/63
      0,13
      C13
      22
      50
      105
      RAD FR 22/50
      0,06
      C15
      2200
      10
      105
      RAD FR 2.200/10
      0,48
      C17
      1000
      10
      105
      RAD FR 1.000/10
      0,19
      C18
      47
      50
      105
      RAD FR 47/63
      0,13
      Hauptplatine
      uF
      V
      °C
      Reichelt Typ
      Euro
      CE2
      100
      16
      85
      RAD FR 100/16
      0,09
      CE3
      100
      16
      85
      RAD FR 100/16
      0,09
      CE4
      47
      25
      85
      RAD FR 47/63
      0,13
      CE5
      47
      25
      85
      RAD FR 47/63
      0,13
      CE6
      47
      25
      85
      RAD FR 47/63
      0,13
      CE7
      4,7
      50
      85
      RAD FC 4,7/50
      0,09
      CE8
      4,7
      50
      85
      RAD FC 4,7/50
      0,09
      CE9
      47
      25
      85
      RAD FR 47/63
      0,13
      CE10
      100
      16
      85
      RAD FR 100/16
      0,09
      CE11
      10
      50
      85
      RAD FC 10/50
      0,08
      CE12
      10
      50
      85
      RAD FC 10/50
      0,08
      CE13
      10
      50
      85
      RAD FC 10/50
      0,08
      CE14
      47
      25
      85
      RAD FR 47/63
      0,13
      CE15
      4,7
      50
      85
      RAD FC 4,7/50
      0,09
      CE16
      4,7
      50
      85
      RAD FC 4,7/50
      0,09
      CE17
      4,7
      50
      85
      RAD FC 4,7/50
      0,09
      CE18
      4,7
      50
      85
      RAD FC 4,7/50
      0,09
      CE19
      47
      25
      85
      RAD FR 47/63
      0,13
      CE20
      22
      50
      85
      RAD FR 22/50
      0,06
      CE22
      47
      25
      85
      RAD FR 47/63
      0,13
      CE26
      22
      50
      85
      RAD FR 22/50
      0,06
      CE27
      470
      16
      85
      RAD FR 470/16
      0,14
      CE28
      470
      16
      85
      RAD FR 470/16
      0,14
      CE29
      470
      16
      85
      RAD FR 470/16
      0,14
      CE30
      470
      16
      85
      RAD FR 470/16
      0,14
      CE31
      10
      50
      85
      RAD FC 10/50
      0,08
      CE35
      0,33
      50
      85
      MKS-2 330N
      0,12
      CE36
      0,33
      50
      85
      MKS-2 330N
      0,12
      CE37
      100
      16
      85
      RAD FR 100/16
      0,09
      CE38
      22
      50
      85
      RAD FR 22/50
      0,06
      CE39
      22
      50
      85
      RAD FR 22/50
      0,06
      CE40
      100
      16
      85
      RAD FR 100/16
      0,09
      CE41
      470
      16
      85
      RAD FR 470/16
      0,14
      CE42
      470
      16
      85
      RAD FR 470/16
      0,14
      CE43
      100
      16
      85
      RAD FR 100/16
      0,09
      CE44
      470
      16
      85
      RAD FR 470/16
      0,14
      CE45
      10
      50
      85
      RAD FC 10/50
      0,08
      CE46
      10
      50
      85
      RAD FC 10/50
      0,08
      CE47
      10
      50
      85
      RAD FC 10/50
      0,08

      Der Materialwert ist gerade mal 9,66 Euro bei bester Qualität.

      08.09.2015 Jetzt bin ich (etwas) schlauer!
      Nach dem Tausch aller Radial-Elkos habe ich die Kapazität der alten Elkos gemessen. Sie waren alle klar innerhalb +/- 10% des Nennwertes, also in bestem Zustand. Ein einziger 470uF16V (auf der Hauptplatine) war defekt, bei dem ging ein Bein gleich beim Auslöten ab.
      Abgesehen von der berichteten Beschädigung einer Leiterbahn, die ich überbrücken konnte, habe ich noch einen Defekt festgestellt; bei ausgeschaltetem Receiver läuft die Clock nicht. Die Batteriespannung 3V konnte ich noch an einem Elko und weiteren Bauteilen messen, wo genau der Fehler liegt, konnte ich mit meinen Möglichkeiten nicht lokalisieren. Konsequenz ist, dass aus dem Standby keine Aufnahmen mehr gestartet werden können. Nur wenn man den Receiver eingeschaltet lässt, startet eine programmierte Aufnahme. Ansonsten wird nach dem Starten des Receivers die korrekte Zeit in dem Augenblick eingestellt, in dem der in den Systemparametern als Kanal für die Zeiterfassung eingestellte Sender gewählt wird. Damit kann man leben, wenn es nicht der einzige Receiver ist (ich habe noch drei UFS 922).
      Fazit:
      Der Rat, alle Elkos zu wechseln, war schon von den Elkos her sinnlos, und wegen des damit verbundenen Risikos erst recht.

      12.09.2015 Ich habe weiter recherchiert und folgende Hinweise (leider nicht hier im Forum) gefunden:
      Mit einem geeigneten ESR-Tester kann man Elkos auch in der Schaltung messen. Der ESR (Equivalent Serial Resistance) ist hinsichtlich des Zustands des Elkos ohnehin weit aussagekräftiger als die Kapazität, die zudem nur ausgebaut gemessen werden kann.
      Die Messspannung bei solch einem ESR-Tester ist so klein, dass parallel liegende Halbleiter nicht leitend werden und das Ergebnis somit nicht beeinflussen. Eventuell parallel geschaltete Elkos werden zwangsläufig mitgemessen und können das Messergebnis verfälschen, ebenso wie niederohmige Induktivitäten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von „lockkopf“ ()

      22.09.2015 Der bestellte ESR-Tester ist eingetroffen. Außer dem defekten 470uF16V von der Hauptplatine habe ich zunächst alle 55 ausgelöteten Elkos nachgemessen. Davon waren gerade mal 4 Elkos grenzwertig verglichen mit der folgenden Tabelle, einer lang etwas darüber, die meisten waren besser, teilweise sogar wesentlich besser. Also auch unter dem Aspekt des ESR war der Kompletttausch der Elkos völlig sinnlos. Ich hätte unter diesem Aspekt außer des defekten Elkos wahrscheinlich nur noch einen aber höchstens fünf weitere Elkos getauscht.

      Den noch akzeptablen Wert des ESR (Equivalent Serial Resistance) in Ohm von Radial-Typ-Elkos kann man bis 63 V nach folgender Faustformel berechnen:
      ESR [Ohm] = ( 10 / Nennspannung [Volt] ) ^ 0,45 * 204 / Nennkapazität [uF]
      ESR in Ohm
      10 V
      16 V
      25 V
      35 V
      50 V
      63 V
      160 V
      250 V
      4,7 uF
      43
      35
      29
      24
      21
      19
      16
      13
      10 uF
      20
      16,5
      13,6
      11,3
      9,9
      8,9
      7,5
      6,1
      22 uF
      9,2
      7,5
      6,2
      5,1
      4,5
      4,1
      3,4
      2,8
      47 uF
      4,3
      3,5
      2,9
      2,4
      2,1
      1,9
      1,6
      1,3
      100 uF
      2,0
      1,65
      1,36
      1,13
      0,99
      0,89
      0,75
      0,61
      220 uF
      0,92
      0,75
      0,62
      0,51
      0,45
      0,41
      0,34
      0,28
      330 uF
      0,61
      0,50
      0,41
      0,34
      0,30
      0,27
      0,23
      0,19
      470 uF
      0,43
      0,35
      0,29
      0,24
      0,21
      0,19
      0,16
      0,13
      680 uF
      0,30
      0,24
      0,20
      0,17
      0,15
      0,13
      0,11
      0,09
      1000 uF
      0,20
      0,16
      0,14
      0,11
      0,10
      0,09
      0,07
      0,06
      2200 uF
      0,09
      0,07
      0,06
      0,05
      0,04
      0,04
      0,03
      0,03
      4700 uF
      0,04
      0,03
      0,03
      0,02
      0,02
      0,02
      0,02
      0,01
      10000 uF
      0,02
      0,02
      0,01
      0,01
      0,01
      0,01
      0,01
      0,01

      Um einen Vergleich mit neuen hochwertigen Elkos (Low-ESR, 105°, 5000-10000h) zu bekommen, habe ich als nächstes 43 Elkos gemessen, die ich für den UFS922 bestellt hatte. Die ESR-Werte dieser Elkos lagen bei bis zu einem Zwanzigstel (!) der Werte der obigen Tabelle, waren also deutlich besser.

      Nun sollte das Wesentliche kommen, die ESR-Messung im eingebauten Zustand. Ich habe dazu einen bereits zerlegten und defekten UFS 922 genommen, und versucht, an den 9 Elkos der Hauptplatine den ESR-Wert zu messen. Leider war das mit dem von mir (zuerst) gekauften ESR-Tester nicht möglich, weil das Gerät mit etwa 6,5V misst und somit die Halbleiter leitend werden. Man sollte dieses Gerät wegen der benutzten Spannung also auch nicht an einen 3,3V Zweig anschließen.

      01.10.2015 Leider erst nach diesen Aktionen wurde ich endlich fündig, und konnte mir einen ESR-Tester kaufen, mit dem man den ESR (Equivalent Serial Resistance) eingebauter Elkos messen kann. Es wird dabei mit 60 kHz und 250 mVss gemessen, weshalb die Halbleiter nicht leitend werden. Auf diese Art kann man gefahrlos den ESR aller Elkos bestimmen und danach entscheiden, welche Elkos gewechselt werden sollten. Mit diesem Tester habe ich gleich vier UFS 922 komplett durchgemessen (4 mal 57 Elkos). Siehe diesen Post bei UFS 922.
      Heute weiß ich, dass ich beim UFS 821 lediglich zwei Elkos hätte wechseln müssen.


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